Schü­le­r*in­nen berichten in Hamburg von Repressionen gegen ihr Engagement gegen die drohende Wehrpflicht. Dahinter steht falsch verstandene Neutralität.

D ass Schü­le­r*in­nen sich gegen eine drohende Wehrpflicht engagieren, schmeckt einigen Hamburger Schulen gar nicht. Klar, die Kinder und Jugendlichen sollen schließlich rechnen und Fremdsprachen lernen und nicht in der Schulzeit Flyer verteilen und Proteste organisieren. Oder?

„Für uns Schü­le­r*in­nen ist das extrem frustrierend“, berichtet eine Abiturientin vom Hamburger Kaifu Gymnasium. Die gesellschaftliche Diskussion über eine drohende Wehrpflicht sei allgegenwärtig – logisch, dass die Menschen, die es betrifft, dazu eine starke Meinung hätten. „Warum sollten wir uns nicht dagegen engagieren dürfen, wenn wir die betroffene Generation sind?“

Wir fühlen uns mit Kriegspropaganda vollgespammt und in unserer politischen Meinungsbildung behindert