Wegen des steigenden Wasserverbrauchs nach dem Ende der Sommerferien appelliert der regionale Versorger Hessenwasser an die Bürger, Trinkwasser bewusst zu nutzen und nicht unnötig einzusetzen. Einige Kommunen im Ballungsraum haben wegen der lang anhaltenden Hitze und Trockenheit verboten, Pools zu füllen und den Rasen zu sprengen, und drohen mit Bußgeldern. Aber auch dort, wo noch keine Verbote ausgesprochen wurden, wird davon abgeraten, unnötig Trinkwasser zu verbrauchen.„Ein bewusster Umgang mit Wasser gerade in verbrauchsstarken und trockenen Perioden ist wichtig“, sagt Hessenwasser-Geschäftsführerin Elisabeth Jreisat. Trinkwasser sei „möglichst effizient und bedarfsgerecht einzusetzen“; es müsse „verantwortungsvoll genutzt werden“. Insgesamt gelte es, die Ressource Wasser zu schonen, auch um die Versorgungsinfrastruktur zu entlasten und Verbrauchsspitzen zu begrenzen, die derzeit vielerorts die kommunalen Versorger an ihre Grenzen brächten.Ziel: Versorgung stabil halten„Der Aufruf zum bewussten Umgang mit Trinkwasser ist als vorsorgliche Maßnahme zu verstehen“, hebt Jreisat hervor. „Eine Einschränkung der Trinkwasserversorgung durch Hessenwasser besteht derzeit nicht.“ Und dennoch trage ein maßvoller Verbrauch dazu bei, auch bei länger anhaltender Trockenheit und hoher Nachfrage die Versorgung stabil zu halten.Jreisat hat keinen Zweifel daran, dass im Sommer 2026 aller Voraussicht nach Rekordwerte erreicht werden: Noch nie sei bei Hessenwasser registriert worden, dass an sechs Tagen in Folge mehr als 400 Millionen Liter oder 400.000 Kubikmeter Wasser am Tag in die Haushalte und Unternehmen der Region geflossen sind. Im Ausnahmesommer 2018 war dies an zwei Tagen der Fall und im ebenfalls heißen und trockenen Sommer 2019 an drei Tagen. Das sind die bisherigen Rekorde.Der Spitzenverbrauch in diesem Jahr, also die sechs Tage hintereinander mit einem Verbrauch von mehr als 400.000 Kubikmeter Trinkwasser, wurde Ende Juni in der letzten Woche vor den Sommerferien registriert. Erst mit Beginn der Ferien sank der Verbrauch wieder.Insgesamt hat Hessenwasser im Juni und Juli 21,2 Millionen Kubikmeter Trinkwasser abgegeben, so viel wie noch nie. Allerdings gibt das Unternehmen zu bedenken, dass es als sogenannter Wasservorversorger mehr Kunden beliefert habe als in anderen Jahren. Grund dafür ist die hohe Nachfrage bei kommunalen Versorgern. Hessenwasser wurde 2001 als regionaler Trinkwasserversorger gegründet und deckt derzeit den Trinkwasserbedarf von mehr als 2,4 Millionen Einwohnern in der Rhein-Main-Region.
Vorerst Entwarnung: Trotz Dürre geht Frankfurt das Wasser nicht aus
Der Trinkwasserverbrauch im Rhein-Main-Gebiet hat bereits im Juni Rekorde erreicht. Und seit dem Ende der hessischen Sommerferien steigt er wieder.









