Also, man könnte schon auch etwas granteln, um mal im Herkunftssprech dieser wunderbaren Filmreihe zu bleiben: Zum Beispiel darüber, dass der jeweilige Kriminalfall in den Eberhof-Filmen ungefähr so viel Gewicht hat wie eine Semmel nach drei Tagen auf dem Küchentisch. Man könnte monieren, dass Franz Eberhofer seit zehn Filmen dieselbe emotionale Entwicklung durchmacht wie ein geparkter Audi 80. Und man kann sich auch fragen, ob die Welt wirklich noch einen weiteren Film braucht, in dem jemand „Sauber!“ donnert, während irgendwo im Hintergrund ein Schweinebraten dampft.

Die Antwort lautet: Ja! Um Himmels willen, ja!

Mausetot in der Wellnesslandschaft eines Golfclubs

„Steckerlfischfiasko“ ist der zehnte Eberhofer-Kinofilm – und er macht etwas sehr Kluges: Er versucht gar nicht erst, aus Franz Eberhofer (Sebastian Bezzel) einen anderen Menschen, geschweige einen besseren Mann zu machen – da kann man dieser Tage eh nur viel falsch machen. Der Eberhofer bleibt der Eberhofer: Ein ganz Lieber, der oft muksch aus der Wäsche schaut, nur widerwillig ermittelt und im Grunde nur seine Ruhe und zünftig was zu essen haben will. Umso mehr, als seine Susi das Kommando im neu gezimmerten Eigenheim im niederbayerischen Niederkaltenkirchen übernimmt und zudem jetzt auch Bürgermeisterein der Gemeinde werden will.