Big Tech dominiert: Der MSCI World Index besteht zu mehr als 65 Prozent aus US-Werten. Deren Dominanz dürfte aufgrund der neuen EPI-Regel noch wachsen.

Zum Monatsende wird in den wichtigsten MSCI-Indizes kräftig umgeschichtet. Am Mittwochabend legte der Indexanbieter MSCI fest, welche Aktien neu in seine Indizes kommen und welche sie verlassen müssen. Das Ergebnis: In den bei ETF-Anlegern beliebten MSCI ACWI Index (ACWI steht für All Country World Index) werden 55 neue Wertpapiere aufgenommen, 92 fliegen raus. Wirksam werden die Änderungen nach Börsenschluss am 31. August. ETFs und Fonds, die den Index nachbilden, müssen bis dahin angepasst werden.

Im MSCI ACWI zählen der Datenspeicheranbieter SanDisk, der Legierungshersteller für Raumfahrt und Medizintechnik Carpenter Technology sowie ATI, ein Anbieter von Hochleistungswerkstoffen für Luft- und Raumfahrt sowie Verteidigung, zu den größten Neuzugängen. Damit kommen drei weitere prominente Titel ausgerechnet aus jenem Markt, der den MSCI Weltindex ohnehin dominiert: den USA. Das Gewicht der US-Konzerne im MSCI ACWI liegt bereits jetzt bei rund 65 Prozent, dieser Anteil dürfte wegen neuer Zugangsregeln von MSCI noch wachsen.

Im separat berechneten MSCI Emerging Markets Index gehören dagegen Z.AI aus China, ein Anbieter großer KI-Sprachmodelle und Clouddienste, der Speicherchipproduzuent Nanya Technology aus Taiwan und Chipzulieferer Guangdong Dtech Technology aus China zu den bedeutendsten Aufsteigern.Noch größer fällt die Veränderung in den breiteren Indexfamilien aus: Der MSCI ACWI Small Cap Index gewinnt ab 1. August 203 Titel hinzu, während 261 Unternehmen herausfallen. Im MSCI ACWI IMI stehen 184 Aufnahmen 279 Streichungen gegenüber. Der MSCI World All Cap Index wächst dagegen unter dem Strich: MSCI nimmt 137 Wertpapiere neu in den Index auf und entfernt 73. Im Gegensatz zum Dax 40 oder S&P 500, wo die Anzahl der Unternehmen auf eine bestimmte Zahl definiert ist, kann sie in den MSCI-Indizes schwanken.