Oliver Schäfer kann auf Instagram wieder die Beiträge von Julia Klöckner kommentieren. Er wurde von der CDU-Politikerin entsperrt. Schäfer ist Künstler und kritisierte in einem wuchtigen, indes nicht unhöflichen Kommentar, dass Klöckner ein KI-generiertes Bild zum Schulanfang in Rheinland-Pfalz veröffentlicht hatte. Dieser Kommentar wurde von Klöckners Bundestagsbüro gelöscht. Es folgte ein Aufschrei im Netz.Zur F.A.Z. sagte Schäfer, er habe am Abend der Berichterstattung gemerkt, dass er entsperrt wurde. Inzwischen hat Schäfer einen „Offenen Brief“ verfasst. Darin heißt es unter anderem: „Ich persönlich halte es für falsch, wenn gewählte Amtsträgerinnen, Amtsträger und Behörden für Social-Media-Beiträge, Plakate, Flyer oder Einladungen auf KI zurückgreifen, statt Menschen dafür zu beauftragen. Der Kulturbereich kämpft seit Jahren mit Kürzungen und viele Kreativschaffende verlieren zusätzlich Aufträge, weil KI vermeintlich billiger ist. Wollen wir das?“ Schäfer schreibt zudem, er habe unter seinen eigenen Beiträgen in den vergangenen Tagen selbst Kritik für seine Haltung abbekommen. „Jedoch habe ich keinen einzigen Kommentar gelöscht und niemanden blockiert.“Klöckners Büro erklärte, man führe keinen Austausch über offene Briefe, aus prinzipiellen Erwägungen und unabhängig von Absender und Thema. Klöckner hatte Schäfer ein persönliches Gespräch angeboten. Diese Einladung will Schäfer annehmen, wie er bei einem Telefonat mit der F.A.Z. ankündigt. Er wolle jedoch weitere Künstler zum Gespräch mitnehmen. Zwei davon seien weiterhin von Klöckner gesperrt. Ob Klöckner diese Sperren aufhebt, bleibt unklar. Ihr Büro teilte mit: „Zum Management des Kanals geben wir grundsätzlich keine Auskunft.“
Klöckner entsperrt Künstler, der sie wegen KI-Bild kritisiert
Die CDU-Politikerin Julia Klöckner postete auf Instagram ein mit KI generiertes Bild. Ein Künstler kritisierte sie daraufhin und wurde gesperrt. Nun ist die Sperre aufgehoben.







