Welch ein ständiger Wandel herrscht doch in der deutschen Sprache! Begriffe kommen und gehen. Ein guter Freund von mir sammelt „Wörter, die mittlerweile tot sind“. Sie stammen aus der DDR, einem abgeschlossenen Sammelgebiet – nicht nur für Briefmarken, auch für Wörter. Der Freund hat bereits 780 Exemplare gesammelt, die man wie Schmetterlinge mit Nadeln an die Wand pinnen könnte.
Die Begriffe reichen von Alu-Chips über Bruderkuss, Campingbeutel, Druschba-Trasse, Elf 99, Frösi, Gegenplan, HO-Kohle, Interzonenzug, Jahresendprämie, Kofferheule, Lebensmittelkarte, Malimo, Nischel, Ormig, Patenbrigade, Q3A-Wohnung, Rinderoffenstall, Subbotnik, Timurhelfer, urst, Valuta-Mark und Weltfestspiele bis Zwangsumtausch – um jeweils ein Beispiel aus der Liste von A bis Z zu nennen.
Harmsens Welt
„Unkaputtbar“ und „pfandtaschtisch“: Was einem alles in der Rübe hängenbleibt
„Und wat is mit Ix und Üpsilon?“, fragt mein innerer Berliner. Okay, das ist schwierig. Aber ich glaube, dass bestimmte Autokennzeichen mit X und Y begannen, und zwar in den Bezirken Karl-Marx-Stadt und Dresden. Und bei Ä, Ö und Ü böten sich zum Beispiel an: Ährenkranz (mit Hammer und Zirkel im Wappen), örtliche Volksvertretungen und Übererfüllung des Plans. Jedes weitere Wort ist willkommen für die Sammlung. Die Tausend muss voll werden!






