Befristete Arbeitsverträge werden in Deutschland weiterhin vor allem mit jungen Menschen abgeschlossen. In der Altersgruppe zwischen 15 und 25 Jahren waren vergangenes Jahr knapp ein Fünftel (18,3 Prozent) der Erwerbspersonen befristet beschäftigt, wie das Statistische Bundesamt auf Grundlage des Mikrozensus 2025 berichtet. Das ist mehr als dreimal so viel wie bei sämtlichen Beschäftigten mit einem Anteil von sechs Prozent. Insgesamt befinden sich rund 2,2 Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in befristeter Beschäftigung.
Damit sind die Jobs auf Zeit am deutschen Arbeitsmarkt rückläufig. 2015 hatte ihr Anteil noch sieben Prozent betragen.Laut dem Statistischen Bundesamt arbeiteten 2025 rund 6,4 Millionen Menschen in sogenannten atypischen Beschäftigungsformen wie Befristung, Minijob, kurzer Teilzeit oder Zeitarbeit. Das entsprach wie schon im Vorjahr 17,2 Prozent der Kernerwerbstätigen. Langfristig ist dieser Anteil demnach rückläufig. 2015 waren es noch 20,8 Prozent.
Beschäftigte mit Uniabschluss sind vergleichsweise seltener befristetFreiwillig geht kaum jemand einen befristeten Job ein. Lediglich 2,7 Prozent der befristet Beschäftigten gaben an, sich bewusst für diese Vertragsform entschieden zu haben. Mehr als die Hälfte der Befristungen hatte zudem eine Laufzeit von weniger als einem Jahr. Besonders weitverbreitet sind Befristungen im Bildungsbereich mit einem Anteil von 11,2 Prozent. Auch im Gastgewerbe gibt es mit 8,8 Prozent mehr Zeitverträge als in der Gesamtwirtschaft.









