PfadnavigationHomeRegionalesSachsen-AnhaltSiegmund: Durchgreifen gegen ExtremistenStand: 22:35 UhrUlrich Siegmund und Sven Schulze antworteten auf Fragen von Bürgerinnen und Bürgern bei der MDR-Wahlarena. Quelle: Klaus-Dietmar Gabbert/dpaDer AfD-Kandidat fordert in der MDR-Runde «hartes Durchgreifen» gegen Extremisten – doch der Landesverfassungsschutz stuft die AfD als rechtsextrem ein. Schulze warnt vor einer Spaltung des Landes.Sachsen-Anhalts AfD-Spitzenkandidat hat ein «hartes Durchgreifen des Rechtsstaats» gegen jeden Extremisten angekündigt. «Wir möchten den Rechtsstaat gegen jeglichen Extremismus sichern, und das sollte eine Selbstverständlichkeit sein, die es aktuell nicht ist», sagte Siegmund in der MDR-Wahlarena. Der 35-Jährige reagierte damit auf die Frage einer Frau, die sich sorgte, dass ein Wahlerfolg der AfD Rechtsextremisten und Neonazis Auftrieb geben könnte. Die AfD in Sachsen-Anhalt wird vom Landesverfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestuft und beobachtet.«Ich glaube nicht, dass diese Dame nachts im Park Angst davor hat, dass jetzt die böse AfD aus dem Busch gesprungen kommt. Ich glaube, es gibt andere Probleme in diesem Land», sagte Siegmund. Er betonte, dass AfD-Veranstaltungen von der Polizei mit Hundertschaften geschützt werden müssten.Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze äußerte Sorgen vor einer Spaltung des Landes. «Ich erlebe im Moment ein Sachsen-Anhalt, wo wir große Angst haben müssen, dass wir ein gespaltenes Bundesland werden», sagte er. Immer, wenn jemand eine andere Meinung als die AfD habe, gebe es Gegenwind. Er mache sich auch mit Blick auf das Frauenbild der AfD Sorgen. «Ihr Programm ist: Die Frauen sollen alle wieder Kinder kriegen, sollen sich zuhause darum kümmern. Das ist nicht das Frauenbild, das wir in Sachsen-Anhalt haben», sagte Schulze.dpa-infocom GmbH