Der Verkehrsminister will Flüsse ausbauen. Hydrobiologe Dietrich Borchardt erklärt, wann bauliche Maßnahmen Sinn machen – und was noch wichtiger wäre.
Diese Sportboote in einem Seitenarm des Rheins bei Nackenheim in Rheinland-Pfalz saßen schon Anfang August auf Grund
Andreas Arnold/dpa
taz: Herr Borchardt, Bundesverkehrsminister Steffen Bilger will die Wasserstraßen in Deutschland ausbauen. Rücken jetzt Bagger an?
Dietrich Borchardt: Es ist schwer zu beurteilen, was der Minister damit meint. Unter Gewässerausbau versteht man verschiedene Dinge, die im Wasserhaushaltsgesetz rechtlich definiert sind. Einmal gehört die dauerhafte bauliche Umgestaltung von Gewässern dazu, die Begradigung, Vertiefung, Verbreiterung von Flüssen, auch zum Beispiel der Uferausbau mit Steinschüttung oder dergleichen. Es gehört aber auch die Renaturierung dazu, also die Zurückentwicklung eines Gewässers, das in der Vergangenheit ausgebaut wurde, in einen natürlicheren Zustand.











