Für Mitarbeiter seien zudem keine Lohn- und Sozialversicherungsbeiträge gezahlt worden. Das habe insgesamt zu einer Hinterziehung von zwei Millionen Euro geführt. Als "Oberster Souverän" hatte der in der DDR gelernte Koch Fitzek laut Mitteilung der Bundesanwaltschaft "die Kontrolle und Entscheidungsgewalt in allen wesentlichen Bereichen", bestimmte die "ideologische Ausrichtung" und erließ eigene "Gesetze".
Das Bundesamt für Verfassungsschutz attestiert Fitzek, dass sich dieser des etablierten Narrativs der "jüdischen Weltverschwörung" bediene, das dem politischen Antisemitismus zuzuordnen ist. Folglich spreche er von einer kleinen (Finanz-)Elite, die im Hintergrund die Fäden der Weltpolitik ziehe. Zusätzlich bediene sich Fitzek bei der Charakterisierung dieser angeblichen Elite als satanisch beziehungsweise als Satanisten eines vor Jahrhunderten durch den religiösen Antisemitismus geprägten Musters zur Beschreibung jüdischer Menschen.
Christina Baum, wie Fitzek in der DDR geboren, hat in jüngster Zeit mit Gefängnisbesuchen bei bekannten Rechtsextremisten auf sich aufmerksam gemacht. Auf ihrem Besuchsprogramm stand am 22. Juni auch ein Besuch bei dem Möchtegern-Monarchen Fitzek, der seit dem Verbot seines "Königreichs" in der JVA Dresden einsitzt. Baum ist seit 2021 Mitglied des Bundestags, damals gelang ihr der Einzug über die Landesliste der AfD in Baden-Württemberg. Dort hatte sie von 2016 bis 2021 bereits im Landtag gesessen. Bei der Bundestagswahl 2025 holte Baum das Direktmandat im Wahlkreis Harz in Sachsen-Anhalt, nachdem sie auf der baden-württembergischen Landesliste der AfD keine Berücksichtigung gefunden hatte.






