Eine Reporterfrage sorgt seit Tagen für Streit über die Grenzen des Journalismus – und die Kritik kommt nun auch aus Sachsen. Bei einer Pressekonferenz mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Belgrad wollte der FAZ-Journalist Michael Martens wissen, was „wir Europäer“ tun könnten, um der Ukraine zu helfen, „mehr russische Soldaten zu töten“.
Die BSW-Fraktion im Sächsischen Landtag sieht darin eine überschrittene Grenze. Auch ein Kommentator unserer Zeitung meldete sich mit einer weitreichenden Deutung zu Wort.
Die FAZ selbst reagierte auf die anschließende Kritik. Die Frage sei missverständlich formuliert gewesen, teilte die Pressestelle auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Man bedauere dies. Es sei nicht die redaktionelle Linie des Blattes, dass möglichst viele russische Soldaten getötet werden sollten.
Nach Darstellung des Medienhaues zielte die Frage auf eine Fachdebatte: Unter Verteidigungsexperten werde diskutiert, wie die russische Armee personell so unter Druck gebracht werden könne, dass Moskau zu Friedensverhandlungen bereit sei.
BSW-Fraktion sieht Grenze überschritten






