WALDBRÄNDE bei Offenburg : Der Schwarzwald brennt so stark wie seit 15 Jahren nicht12.08.2026, 13:56Lesezeit: 2 Min.Gleich mehrere Waldbrände fordern im Ortenaukreis Hunderte Einsatzkräfte heraus. Die Polizei prüft, ob es sich um Brandstiftung handelt. Die anhaltende Trockenheit facht die Feuer weiter an.Im Ortenaukreis in Baden-Württemberg ist es am Dienstag zu den schwersten Waldbränden seit mindestens 15 Jahren gekommen. In vier getrennt voneinander liegenden Gemeinden entwickelten sich Waldbrände. In zwei Fällen drohten die Flammen auch auf die Wohnbebauung überzugreifen. Betroffen von den Bränden waren Zell am Harmersbach, Steinach, Nordrach und Gengenbach-Schwaibach.„Es hatten sich bei uns im Landkreis vier Waldbrände entwickelt, die Feuerwehren haben sie mittlerweile unter Kontrolle“, sagte ein Sprecher des Landratsamtes in Offenburg der F.A.Z. Den vierten und zuletzt gemeldeten Brand habe Landrat Thorsten Erny selbst entdeckt und gemeldet, nachdem er Einsatzkräfte an anderen Orten besucht hatte.Es musste schnell gehen: In Zell am Harmersbach waren Hunderte Einsatzkräfte gefordert.ImagoBrandbeschleunigend habe mit Sicherheit die seit Wochen anhaltende Trockenheit gewirkt; die Brandursache müsse nun ermittelt werden. In Gengenbach-Schwaibach habe es sich um einen Douglasien-Wald gehandelt, in den anderen Gebieten seien es Waldflächen mit dem schwarzwaldtypischen Baumbestand gewesen: Kiefern, Fichten und Buchen.Steile Berghänge erschweren LöscharbeitenAllein in den Gemeinden Zell am Harmersbach und Steinach waren etwa 600 Feuerwehrleute sowie Rettungsdienstmitarbeiter im Einsatz. In Zell am Harmersbach war eine 20 Hektar große Waldfläche in Brand geraten. „Positiv war die große Hilfsbereitschaft der Landwirte in der Region, sie haben die freiwilligen Feuerwehren mit Wasserfässern, Fahrzeugen und ihrer Logistik beim Transport von Löschwasser unterstützt“, sagte der Sprecher des Landratsamtes.Zur Verstärkung der örtlichen Einsatzkräfte mussten auch Brandbekämpfungszüge aus den benachbarten Landkreisen Schwarzwald-Baar, Emmendingen und Rottweil herangezogen werden. Bedingt durch die Größe des Einsatzes, aktivierte die Landkreisverwaltung in Offenburg den Führungsstab für Krisenfälle. Vor allem die Waldflächen an steilen Berghängen erschwerten an mehreren Brandorten die Löscharbeiten.Am Mittwoch mussten die Feuerwehrleute vor allem in Zell am Harmersbach Glutnester löschen und kontrollieren. Die Kriminalpolizei spricht von einer „ungewöhnlichen Häufung von Flächen- und Vegetationsbränden in den vergangenen Tagen und Wochen“ in dem rund um Offenburg gelegenen Landkreis. Man sei deshalb auf Hinweise aus der Bevölkerung zu einer möglichen Brandstiftung angewiesen. Landrat Thorsten Erny rief die Bevölkerung auf, angesichts der anhaltenden Trockenheit auf offenes Feuer zu verzichten und Zigaretten nicht achtlos wegzuwerfen.
Waldbrände im Ortenaukreis: Polizei prüft Brandstiftung
Gleich mehrere Waldbrände fordern im Ortenaukreis Hunderte Einsatzkräfte heraus. Die Polizei prüft, ob es sich um Brandstiftung handelt. Die anhaltende Trockenheit facht die Feuer weiter an.










