In Brandenburg geht die CSD-Saison nach dem Attentat in Berlin weiter. Wie ist die Stimmung im Nachbarland? Lars Bergmann von AndersARTIG gibt Auskunft.
Am 29. August feiert Königs Wusterhausen und Ludwigsfelde CSD – genauso wie im Mai in Potsdam
Jeremy Knowles
taz: Herr Bergmann, Sie arbeiten für den Landesverband AndersARTIG, einen Dachverband regionaler und überregionaler Gruppen und Vereine von und für Lesben, Schwule, Bisexuelle & Trans* im Land Brandenburg. Wie ist die Stimmung nach dem CSD-Attentat in Berlin? Können Sie das einschätzen?
Lars Bergmann: Bei uns trifft sich das Brandenburg-weite CSD-Netzwerk einmal monatlich, dadurch habe ich einen relativ guten Überblick, wie es aussieht. Auf der einen Seite gibt es viel Fassungslosigkeit und Trauer. Auf der anderen aber auch eine Jetzt-erst-recht-Haltung. Die Menschen überlegen auch, was das für ihre persönliche Sicherheit bedeutet, und hier in Brandenburg bezieht sich das eher auf Übergriffe von rechter Seite. Auf der aktivistischen Ebene heißt es: Wir weichen nicht zurück, sonst haben diejenigen, die uns unsichtbar machen wollen, gewonnen.







