Mathias PeerAnthropic will KI-Texte mit unsichtbarem Wasserzeichen versehenDas US-Unternehmen Anthropic hat angekündigt, Texte seines Chatbots Claude mit einem unsichtbaren Wasserzeichen zu versehen, um den EU-Vorgaben zum Umgang mit Künstlicher Intelligenz (KI) zu entsprechen. Die Funktion ist für Nutzer unsichtbar und bleibt auch dann erhalten, wenn ein Text kopiert und an anderer Stelle wieder eingefügt wird, teilte das Unternehmen mit.Das Wasserzeichens bedeute nicht unbedingt, dass Claude den Text erstellt habe. Womöglich sei dieser nur von dem KI-Chatbot Claude bearbeitet oder Korrektur gelesen worden, führte Anthropic weiter aus. Die Kennzeichnung erfolgt, indem Claude Texte oder Bilder mit Metadaten versieht. In nach dem 2. August veröffentlichte Claude-Versionen ist das Wasserzeichen dem Unternehmen zufolge bereits integriert. Ältere Versionen sollen später entsprechend aktualisiert werden.Mit den Änderungen kommt Anthropic EU-Anforderungen nach. Brüssel verlangt, dass KI-generierte Inhalte von Maschinen zu erfassende Kennzeichnungen aufweisen müssen. Bei Verstößen drohen Geldstrafen. Einen freiwilligen Verhaltenskodex haben bereits 190 Unternehmen unterschrieben, darunter Google, Meta, Microsoft, Mistral und OpenAI.Immer mehr etablierte Unternehmen rutschen in InsolvenzDie Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland ist in der ersten Hälfte des Jahres 2026 auf 9557 Fälle gestiegen. Das ist laut dem Wirtschaftsdatendienst Dun & Bradstreet der höchste Stand seit fünf Jahren. Die Zahl der Pleiten hat sich demnach gegenüber dem ersten Halbjahr 2022 verdoppelt. Die Insolvenzwelle in Deutschland nimmt laut einer Pressemitteilung von Dun & Bradstreet Rekordtempo auf. Woran liegt das? „Die Ursachen für den Anstieg der Insolvenzen liegen in einer Kombination aus anhaltend schwachem Wachstum, hohen Energie- und Lohnkosten sowie einer gedämpften Nachfrage", sagt Dirk Radetzki von Dun & Bradstreet Deutschland. Hinzu kämen die Nachwirkungen der zuvor hohen Zinsen und anhaltende geopolitische Unsicherheiten. Auffällig sei, dass die Insolvenzwelle zunehmend ältere und etablierte Unternehmen erfasse. Inzwischen haben Firmen, die schon länger als zehn Jahre am Markt sind, laut Dun & Bradstreet einen Anteil von fast 34 Prozent an den Insolvenzfällen. Vor fünf Jahren habe ihr Anteil noch bei rund 29 Prozent gelegen. Viele der etablierten Betriebe haben laut dem Wirtschaftsdatendienstleister ihr Geschäftsmodell unter deutlich anderen Kosten- und Finanzierungsbedingungen aufgebaut und stünden nun vor strukturellen Umbrüchen, wie der Digitalisierung, der Energiewende und dem Fachkräftemangel. Hinzu kommt laut Radetzki, dass mehrere Jahre mit schwachem Wachstum die wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit vieler Unternehmen ausgehöhlt hätten. Mathias PeerParamount stellt Weichen für Wegzug aus KalifornienDer Unterhaltungskonzern Paramount stellt laut Medienberichten die Weichen für einen Wegzug aus Kalifornien. Der Auslöser des Schritts soll eine Wettbewerbsklage gegen die geplante Übernahme des Rivalen Warner Brothers sein. Der Paramount-Verwaltungsrat habe den Beginn des Vorhabens ab dem 1. Oktober gebilligt, berichteten unter anderem die Website „Puck“ und der Finanzdienst Bloomberg unter Berufung auf informierte Personen. Von Paramount gab es dazu zunächst keine Stellungnahme. Den Berichten zufolge sprach Paramount-Chef David Ellison von einem auf fünf Jahre ausgelegten Plan, bei dem der Großteil der Jobs im Film- und TV-Bereich den Standort wechseln soll. Sollte die Warner-Übernahme gelingen, könne auch ein Studiogelände in Hollywood verkauft werden. Spotify will KI-Musik künftig kennzeichnenDer Musik-Streaming-Dienst Spotify will von Künstlicher Intelligenz (KI) erzeugte Musik künftig besser kennzeichnen. „Das Feedback unserer Hörer*innen war klar: Sie wollen erkennen können, ob hinter einem Profil eine reale Person oder eine KI-generierte Persona steht“, erklärte das schwedische Unternehmen am Dienstag. Mitte September sollen entsprechende Profile deshalb nun als „AI Persona“ gekennzeichnet werden.Seit Monaten wird die Plattform mit KI-generierten Inhalten geradezu überschwemmt. Für Nutzer ist es häufig nicht unmittelbar ersichtlich, ob hinter dem Künstler ein echter Mensch steht. Im April führte das Unternehmen deshalb eine erste Kennzeichnung „Von Spotify verifiziert“ ein, die signalisiert, dass ein Profil überprüft wurde und den Authentizitätsstandards entspricht.Ab sofort werden Künstler nun in ihrem eigenen Profil bei Spotify gefragt, ob „ihr Profil eine AI Persona repräsentiert“, wie das Unternehmen ausführte. Zudem würden Künstler gezielt überprüft. „Wir beginnen mit Profilen, die bestimmte Reichweitenschwellen erreicht haben, sodass die Kennzeichnung die große Mehrheit der Profile abdeckt, die Nutzer*innen tatsächlich besuchen.“ Versicherte müssen wegen Satrex-Pleite schnell handelnDie Versicherungsgesellschaft Satrex aus Belgien hat ihr gesamtes Versicherungsgeschäft in Deutschland eingestellt. Das hatte die deutsche Finanzaufsicht Bafin schon Ende Juni bekannt gegeben. Nun informiert die Bafin über das Insolvenzverfahren über das Vermögen des Unternehmens. Wer noch Geld von Satrex bekommt, muss seine Forderung laut Bafin-Mitteilung im Zentralregister für Solvabilität und kollektive Schuldenregulierung anmelden. Dafür stehe eine Webseite der belgischen Behörden zur Verfügung. Die Frist laufe 30 Tage, habe aber schon am 16. Juli begonnen. An diesem Tag sei das Urteil ergangen. Es bleiben also nur noch wenige Tage Zeit, um Forderungen anzumelden.RTL peilt für 2026 mehr als 7 Milliarden Euro Umsatz anDer europäische Fernsehkonzern RTL Group erhöht nach der Übernahme von ​Sky Deutschland sein Umsatzziel für 2026. Man erwarte nun 7,1 bis 7,2 (2025: 6,0) ⁠Milliarden Euro Erlöse und damit mehr als bisher mit 6,1 bis 6,2 Milliarden Euro veranschlagt, wie die Bertelsmann-Tochtergesellschaft am Dienstag mitteilte. Sie bekräftigte ihre Prognose für den Betriebsgewinn (Adjusted Ebita) ‌im Gesamtjahr von rund 725 Millionen Euro, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Im ersten Halbjahr kletterte der operative Gewinn demnach von 160 auf 239 Millionen Euro. Der neue Konzernchef Clément Schwebig ‌sprach von einer starken Entwicklung: "Unser ‌Streaming-Geschäft liefert signifikante Gewinne.“Der Umsatz in den ersten sechs Monaten stieg um 3,9 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro. Organisch, also bereinigt um Zukäufe wie Sky Deutschland, blieb er stabil. Während die ​linearen TV-Werbeerlöse um vier Prozent auf 977 ⁠Millionen Euro schrumpften, wuchsen die Streaming-Werbeerlöse um gut 27 Prozent auf 299 Millionen Euro. Das Streaming-Segment verbuchte einen Betriebsgewinn ​von 31 Millionen Euro und dürfte im Gesamtjahr rund 100 Millionen Euro beisteuern. Bisher lag die ⁠Prognose für das ‌bereinigte Ebita hier nur bei 25 bis 50 Millionen Euro.Die RTL Group hat die Übernahme von Sky Deutschland vom US-Medienkonzern Comcast am 1. Juni abgeschlossen – mit einer Barzahlung von ⁠65 Millionen ⁠Euro. Comcast kann – abhängig von der Entwicklung der RTL-Aktie – in den nächsten Jahren einen Nachschlag von ⁠bis zu ​377 ⁠Millionen Euro erhalten. RTL will mit dem ​Deal im Konkurrenzkampf mit den US-Schwergewichten Netflix, Disney ‌und Amazon Prime in Deutschland aufholen und binnen drei Jahren 250 Millionen Euro an Synergien heben. ​Dies dürfte auch zu einem spürbaren ​Jobabbau führen. Skoda, BYD und Hyundai dominieren Elektroauto-ZulassungenUnter den Autos mit alternativen Antrieben stehen zwei asiatische Hersteller mit auf dem Siegertreppchen. Das zeigen Zahlen des Kraftfahrtbundesamtes (KBA) über die Neuzulassungen im Juli 2026. Demnach führte das chinesische Modell BYD U Seal mit über 1800 Anmeldungen die Zulassungsstatistik in der Kategorie Hybridantrieb. Insgesamt wurden 30.600 Plug-in-Hybride zugelassen. Der südkoreanische Hyundai Nexo ist die Nummer eins unter den Autos mit Brennstoffzelle. Dafür reichten allerdings nur zwei Neuanmeldungen. Mehr Neuzulassungen gab es in der Kategorie im Juli nicht. Unter den rein elektrisch angetriebenen Autos steht der Skoda Elroq aus dem Volkswagen-Konzern mit 3500 Zulassungen ganz oben. Insgesamt wurden 78.600 Fahrzeuge aus dieser Kategorie zugelassen. Autos mit elektrischem Antrieb haben mit 185.600 Anmeldungen einen hohen Anteil. Insgesamt wurden im Juli 268.000 Autos vom Sportwagen bis zum Wohnmobil zugelassen. Wienerberger mit neuer SpitzeDer langjährige Vorstandsvorsitzende des Baustoffkonzerns Wienerberger, Heimo Scheuch, hat sein Amt aus gesundheitlichen Gründen mit sofortiger Wirkung zurückgelegt. Der Aufsichtsrat ernannte den bisherigen Stellvertreter Gerhard Hanke zum interimistischen Nachfolger bei dem weltführenden Ziegelhersteller.Unter Scheuchs Führung, der das Amt seit 2009 bekleidete und insgesamt 30 Jahre im Unternehmen verbrachte, wandelte sich Wienerberger von einem reinen Ziegelhersteller zu einem internationalen Anbieter ökologischer Baumaterial- und Infrastrukturlösungen mit über 20.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.Mercedes-Benz darf Autohäuser verkaufen Mercedes-Benz darf seine Autohäuser in Berlin und Brandenburg nach Ansicht der EU-Kommission an die britische Firma Global Auto Holdings (GAHL) verkaufen, berichtet die Nachrichtenagentur dpa. Die Übernahme der insgesamt sieben konzerneigenen Niederlassungen werfe keine wettbewerbsrechtlichen Bedenken auf, teilte die Brüsseler Behörde mit. Nach Angaben eines Sprechers von Mercedes-Benz geht es um fünf Autohäuser in Berlin und zwei in Brandenburg.In den Niederlassungen des Stuttgarter Dax-Konzerns arbeiten nach Unternehmensangaben mehr als 1.100 Menschen. Die Transaktion soll demnach Ende dieses Jahres vollzogen werden. GAHL führe bereits seit Jahren Betriebe von Mercedes-Benz in Großbritannien und in den USA, hatte Mercedes zu den Plänen im Mai mitgeteilt.Dass Mercedes seine Autohäuser verkaufen will, ist schon seit 2024 bekannt. Betroffen waren nach damaligen Angaben von Mercedes-Benz etwa 8.000 Menschen in Deutschland, die in rund 80 Betrieben beschäftigt waren. Nach Protesten der Beschäftigten verkündete Mercedes im Sommer 2024 eine Einigung mit dem Gesamtbetriebsrat auf wesentliche Eckpunkte für mögliche Betriebsübergänge zu potenziellen Erwerbern. Überlange Lastwagen sollen Transport über Wasser haltenWegen der Dürre und des niedrigen Wasserstands in den Flüssen müssen viele Transporte vom Schiff auf die Straße ausweichen. Es drohen Logistikengpässe im Lastwagenverkehr. Der Einzelhandelsverband HDE schlägt vor, überlange Lkw auf den Fernstraßen zu erlauben. Wegen des Fahrermangels müssten alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden. „Deshalb ist es jetzt höchste Zeit, dass das Bundeswirtschaftsministerium die Lang-Lkws endlich dauerhaft zulässt“, fordert HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth laut einer Pressemitteilung. Zwei längere Einheiten eines sogenannten Lang-Lkws können laut HDE bis zu drei konventionelle Lkw-Einheiten ersetzen und somit auch den Energie- und Personaleinsatz senken sowie den CO₂-Ausstoß um bis zu 25 Prozent reduzieren. Die Lang-Lkw würden ausschließlich auf Fernverkehrsstraßen fahren und damit in keiner Weise den städtischen Verkehr behindern. Die Waren würden dann aus großen Logistikzentren heraus mit kleineren LKW oder PKW weiter transportiert.Schon am Wochenende hatte der Handelsverband vor Logistikengpässen gewarnt. Waren für den Einzelhandel werden nur zu einem kleinen Teil per Schiff transportiert. Jedoch werde der Platz auf Lastwagen oder Güterwaggons knapp, wenn wegen des niedrigen Wassers in Flüssen vermehrt Transporte auf Straßen und Gleise verlagert werden.Mehr ladenTickarooLive Blog Software