PfadnavigationHomePodcastsAha!WISSENSCHAFTS-PODCASTWarum Glücksspiel für manche Menschen zur Sucht wirdVon Karin HaswaniVolontärin Axel Springer Academy of Journalism & TechnologyStand: 09:47 UhrLesedauer: 3 MinutenQuelle: picture alliance/Zoonar/Andres VictoreroFast jeder hat schon mal gewettet oder gezockt – meist bleibt es beim Nervenkitzel. Doch warum wird aus harmloser Unterhaltung für manche Menschen eine Sucht?Außerdem geht es in dieser Folge um die Frage: Warum haben Menschen unterschiedliche Augenfarben?Hier können Sie die Folge direkt hören:Abonnieren Sie den Podcast unter anderem bei Spotify, Apple Podcasts, Amazon Music oder direkt per RSS-Feed.Hier bekommen Sie schon einen kurzen Einblick in den Inhalt der Folge:Der Griff zum Lottoschein oder ein Wetteinsatz unter Freundinnen und Freunden ist für die meisten Menschen reine Unterhaltung. Bei manchen wird daraus jedoch eine Abhängigkeit, die sich kaum aus eigener Kraft wieder lösen lässt. In der aktuellen Folge von „Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“ geht es darum, wie aus einem gelegentlichen Spiel eine Sucht werden kann und wer davon besonders betroffen ist. Zu Gast ist Dr. Tobias Hayer, der die Arbeitseinheit Glücksspielforschung an der Universität Bremen leitet.Wie aus Glücksspiel eine Sucht wirdDie meisten Menschen, die an Lotterien, Sportwetten oder Casinospielen teilnehmen, gehen verantwortungsbewusst damit um. Der Übergang in eine problematische Nutzung vollzieht sich jedoch schleichend. Häufig beginnt die Entwicklung mit ersten Gewinnerlebnissen, die positive Emotionen auslösen und zum Weiterspielen motivieren. Langfristig überwiegen bei den meisten Betroffenen die Verluste: Finanzielle Probleme häufen sich, das Spiel rückt zunehmend in den Mittelpunkt des Lebens. Zentrales Merkmal einer Glücksspielsucht ist der Kontrollverlust. Hinzu kommt oft ein sogenanntes Chasing-Verhalten: Verluste sollen durch weiteres Spielen wieder ausgeglichen werden, wodurch sich eine Abwärtsspirale in Gang setzt. Dem Glücksspiel Survey 2025 zufolge erfüllen in Deutschland rund 1,3 Millionen Menschen die Kriterien einer Glücksspielstörung.Wer besonders gefährdet istZu den auffälligsten persönlichen Merkmalen zählen eine hohe Impulsivität, Schwierigkeiten im Umgang mit Stress sowie ein geringes Selbstwertgefühl. Daneben erhöht eine hohe Verfügbarkeit von Angeboten, etwa online, kombiniert mit schneller Spielgeschwindigkeit, die Suchtgefahr. Glücksspielsucht gilt als anerkannte, stoffungebundene Suchterkrankung, die besonders kostspielig ist und für Außenstehende oft lange unbemerkt bleibt. Scham führt bei Betroffenen mitunter zu Suizidgedanken – die entsprechenden Zahlen liegen im Bereich der Glücksspielsucht höher als bei vielen anderen Suchterkrankungen. Gesellschaftlich fehlt noch häufig das Bewusstsein, dass es sich um eine ernstzunehmende Erkrankung handelt, bei der professionelle Unterstützung notwendig ist. Als besonders wirksam gilt eine sogenannte Verhältnisprävention, die an Strukturen und Rahmenbedingungen ansetzt, etwa an der Verfügbarkeit von Glücksspielangeboten. Eine stärkere gesellschaftliche Anerkennung der Glücksspielsucht als Krankheit soll Betroffenen künftig den Zugang zu Hilfe erleichtern.Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von KI aus dem Transkript unseres Wissenschaftspodcasts erstellt.„Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“ ist der Wissenschafts-Podcast von WELT. Darin klären wir, was es mit weitverbreiteten Mythen auf sich hat. Und welche Sie davon wirklich glauben können. Lindert ein Konterbier den Kater? Und härtet kaltes Duschen ab? Was stimmt wirklich – und was nicht? Wir gehen außerdem psychologischen Phänomenen auf den Grund: Der Angst, etwas zu verpassen, zum Beispiel. Oder der Frage: Warum wir im Schlaf reden? Um all diese Fragen zu beantworten, sprechen wir mit Expertinnen und Experten, die uns helfen, die Welt noch besser zu verstehen. Faktenbasiert und auf dem aktuellen Stand der Forschung – und das alles in nur zehn Minuten. „Aha! Zehn Minuten Alltags-Wissen“ erscheint immer dienstags, mittwochs und donnerstags ab 5 Uhr. Wir freuen uns über Feedback an wissen@welt.de.
Warum Glücksspiel für manche Menschen zur Sucht wird - WELT
Fast jeder hat schon mal gewettet oder gezockt – meist bleibt es beim Nervenkitzel. Doch warum wird aus harmloser Unterhaltung für manche Menschen eine Sucht?






