HateAid hat nach eigenen Angaben Strafanzeige gegen die Geschäftsführungen von Meta, der Brillenmarken Ray-Ban und Oakley (beide Teil von EssilorLuxottica) sowie der Optik-Handelsketten Fielmann, Apollo-Optik, Mister Spex und MediaMarkt bei der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main eingereicht. Nach Ansicht der gemeinnützigen Organisation, die sich für Menschenrechte im digitalen Raum einsetzt, verstößt der Verkauf der Smart Glasses mit integrierter Kamera in Deutschland gegen das Telekommunikation-Digitale-Dienste-Datenschutz-Gesetz (TDDDG) und stellt damit eine Straftat dar.
Das TDDDG verbietet, Geräte auf den Markt zu bringen, die als Alltagsgegenstand getarnt und dazu bestimmt sind, andere unbemerkt zu filmen oder abzuhören (§ 8 Abs. 1, § 27 Abs. 1 Nr. 3 im TDDDG). Bei Smart Glasses mit integrierter Kamera sei dieser Tatbestand nach Ansicht von HateAid erfüllt: Es handele sich um eine voll funktionsfähige Kamera, die wie eine normale Brille aussieht. Im Falle einer Verurteilung drohen den Geschäftsführungen Geld- oder Freiheitsstrafen von bis zu zwei Jahren sowie die Einziehung der bereits erzielten Gewinne.
Wayfarer im Visier
HateAid fordert explizit ein Verkaufsverbot für die KI-Brille „Ray-Ban Meta Wayfarer (Gen 2)“. Die Organisation hält dieses von Meta in Kooperation mit Ray-Ban entwickelte Modell für besonders gefährlich, da als Grundlage eine der am meisten verkauften Sonnenbrillen der Geschichte genutzt wurde. Insofern sei das Modell mit Kamera von der gewöhnlichen Ausführung kaum zu unterscheiden.











