Auf der Nordsee-Insel Sylt haben mutmaßlich Klimaaktivisten in der Nacht zu Dienstag bei zahlreichen Pkw die Luft aus den Reifen gelassen. In einer E-Mail, die von einer Gruppe stammen soll, die sich »Widerstandskollektiv« nennt, hieß es, man habe »bei etwa 50 Luxuskarren die Luft aus Reifen gelassen«.»Die Ermittlungen sind aufgenommen worden«, sagte eine Polizeisprecherin. Die Ventile der Reifen an den SUV waren demnach so manipuliert worden, dass die Luft langsam entwich. Laut Polizei stellt das Luftablassen juristisch keine Sachbeschädigung dar, berichtete der NDR . Ob ein Straftatbestand vorliegt, werde geprüft.Laut der Mail des »Widerstandskollektivs« wurden die betroffenen Fahrzeuge markiert und mit Nachrichten versehen. »Vielleicht macht Sie diese Aktion im ersten Moment wütend. Bitte nehmen Sie sie dennoch nicht persönlich. Es geht nicht um Sie als Person, sondern um die Art von Fahrzeug und den damit verbundenen Autoverkehr«, hieß es dort.
Für »viele Luxusurlauber gehört der teure Wagen zum Aufenthalt wie die Austern und das Champagnerglas«, so das Widerstandskollektiv weiter: »Für eine kleine Insel wie Sylt ist dieser Kult weder notwendig noch verantwortbar«. Die Herstellung, der immense Ressourcenverbrauch und der Betrieb dieser Fahrzeuge belasteten Klima und Umwelt erheblich.






