Das aus China stammende KI-Start-up Manus fordert seine Nutzer zur Datensicherung auf. Denn Ende August wird die Firma wieder komplett selbständig und dabei werden die von einigen Anwendern erzeugten Daten gelöscht. Welche Nutzer betroffen sind, sagt Manus nicht, aber die Maßnahme sei „regulatorischen Anforderungen in bestimmten Rechtsgebieten“ geschuldet. Das dürfte ein Fingerzeig auf Peking sein, denn die chinesische Regierung hatte eine Übernahme von Manus durch einen US-Konzern im April blockiert.
Eigentlich wollte Meta Platforms die KI-Firma Ende 2025 übernehmen und dafür angeblich 2 Milliarden US-Dollar zahlen. Nötig war aber eine Zustimmung durch chinesische Behörden, die den Fall dann einer Prüfung unterzogen haben. Im Rahmen dieser Überprüfung haben chinesische Behörden dem Manus-CEO Xiao Hong und dem Chefforscher Ji Yichao untersagt, das Land zu verlassen, und diese wegen möglicher Verstöße gegen Regeln für ausländische Direktinvestitionen vorgeladen. Zwar wurden keine Ermittlungen eingeleitet, aber letztlich hat China Meta die Übernahme der KI-Firma untersagt.
China gegen Wissensabfluss
Manus wurde in China gegründet und die im März 2025 veröffentlichte gleichnamige KI-App gilt als Nachfolger von Deepseek. Das KI-Start-up hat in dem Jahr seinen Sitz nach Singapur verlegt, denn die Manus-KI wurde eindeutig für den internationalen Markt entwickelt. Die Ende 2025 angekündigte Übernahme durch Meta war da nur der logische nächste Schritt. Doch das hat Peking blockiert. Die chinesische Regierung fürchtet offenbar den Verlust wertvollen Wissens und Technologie sowie der dahinter steckenden Köpfe.












