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Zwischen Erhalt und Abriss liegt nur eine Kurzstrecke mit der Straßenbahn: Lediglich vier Haltestellen trennen das Haus der Statistik an der Otto-Braun-Straße in Mitte vom Sport- und Erholungszentrum (SEZ) an der Kreuzung Landsberger Allee/Danziger Straße in Friedrichshain. Und dennoch könnte der Umgang mit den beiden ehemaligen DDR-Bauten unterschiedlicher nicht sein: Während das Haus der Statistik seit kurzem frisch saniert und in neuem Glanz seine Besucher empfängt, modert das SEZ weiter vor sich hin und wartet auf seinen in der jüngeren Vergangenheit immer wieder in letzter Sekunde abgewendeten Abriss. Oder wartet es eben doch auf seine Rettung nach dem Vorbild seines äußerlich deutlich unspektakuläreren Leidensgenossen am Alexanderplatz?

Zwei Gebäude, zwei Schicksale

Beide Gebäude eint die Tatsache, dass sie eigentlich schon gar nicht mehr existieren sollten. Das Haus der Statistik wurde nach der Wende zwar zunächst durch Bundesbehörden weitergenutzt, seit deren Auszug im Jahr 2008 stand es aber jahrelang leer. Als nicht mehr zeitgemäß eingestuft, sollte es einer neuen und mit einer doppelt so großen Geschossfläche besonders dichten Bebauung weichen.