Der Abriss des SEZ galt in Berlin als entschieden. Seit dem 22. Juni prüft der Senat wieder, ob der zentrale Bauteil mit der markanten Dachkonstruktion doch stehen bleiben kann.Die späte Wende an der Landsberger Allee fällt in eine Phase, in der die Stadt gleich mehrere Bauten aus der DDR-Zeit verliert. In der Mollstraße ist der Rückbau abgeschlossen, an der Gehrenseestraße und im Jahnsportpark arbeiten die Bagger, andernorts steckt der Abriss seit Jahren im Verfahren.Sechs Standorte, sechs Geschwindigkeiten. Der Überblick.
SEZ Friedrichshain: Abriss gestoppt, Teilerhalt in Prüfung
1981 eröffnet, war das Sport- und Erholungszentrum der bekannteste Freizeitbau der DDR. Wellenbad, Eisbahn, Bowling, Sporthallen: An guten Tagen kamen 22.000 Besucher. Der Badebetrieb endete 2002, nach langem Rechtsstreit holte sich das Land Berlin das Grundstück zurück.Im November 2025 begannen erste Rückbauarbeiten, der eigentliche Abriss sollte am 2. März 2026 starten. Kurz zuvor untersagte ihn das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg. Grund war der Artenschutz, im Gebäude nisten Fledermäuse und Kleinvögel.Seither hat sich die Lage gedreht. Im Ausschuss für Stadtentwicklung kündigte Bausenator Christian Gaebler (SPD) am 22. Juni an, den Erhalt des mittleren Gebäudeteils gemeinsam mit der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft Mitte auf technische Machbarkeit zu prüfen.







