Nach wochenlangen Verhandlungen gibt es eine Einigung über die Zukunft des RAW-West-Geländes in Friedrichshain. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg und die Eigentümerin, die Kurth-Gruppe, haben sich auf einen Mietvertrag für das Soziokulturelle L (SKL) sowie einen Rahmenvertrag für die weitere Entwicklung des Areals verständigt. Was bleibt, was wird gehen?Clubs, Bars, Ateliers, die Skatehalle und weitere Kultur- und Freizeitangebote scheinen zunächst gesichert. Gleichzeitig wird das laufende Bebauungsplanverfahren mit veränderten Zielen fortgesetzt. Neben Gewerbe und Einzelhandel soll auf dem Gelände künftig auch Wohnraum entstehen.

Menschen demonstrieren auf dem Kurfürstendamm für den Erhalt des RAW-Geländes.

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Umbau soll im März 2029 abgeschlossen sein

Der Deal kostet die öffentliche Hand Geld. Der Bezirk soll das SKL zunächst für zwei Jahre von der Kurth-Immobilien-Gruppe anmieten und die Flächen anschließend an die bisherigen Nutzer weitervermieten. Für ein drittes Jahr besteht eine Verlängerungsoption. Die ersten beiden Jahre werden aus dem Bezirkshaushalt finanziert, bei einer Verlängerung springt die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung ein.Nach Informationen der Berliner Zeitung soll ein erheblicher Teil der Mittel in die marode Bausubstanz fließen. Bezirksstadtrat Florian Schmidt (Grüne) bezifferte diesen Anteil auf rund 40 Prozent. Für eine mögliche Beteiligung der Senatsverwaltung im dritten Jahr ist eine Million Euro vorgesehen.Bis März 2029 soll das Bebauungsplanverfahren abgeschlossen sein. Anschließend endet die Interimsanmietung. Ein noch nicht bestimmter Generalmieter soll das SKL dann für 30 Jahre mietfrei übernehmen. Wer diese Aufgabe übernimmt, steht bislang nicht fest.