Schwimm-EM in Paris : Top-Talent Seidel verpasst Medaille nur knapp11.08.2026, 19:07Lesezeit: 2 Min.Lise Seidel gilt als eines der größten Talente im deutschen Schwimmsport. Bei der EM in Paris schwimmt sie über 200 m Rücken nur knapp an einer Medaille vorbei. Auch zwei andere Deutsche gehen leer aus.Rückenschwimmerin Lise Seidel hat eine Medaille bei der EM in Paris knapp verpasst. Die WM-Achte schlug im Finale über die 200 m am Dienstagabend in 2:08,86 Minuten als Vierte an.Seidel hatte sich am Vortag im Centre Aquatique Olympique mit der fünftschnellsten Zeit der Halbfinals qualifiziert. Im Kampf um Edelmetall musste die 19-Jährige aus Chemnitz die Konkurrenz aber erneut ziehen lassen. Gold ging an die Britin Katie Shanahan (2:06,13) vor der Portugiesin Camila Rodrigues Rebelo (2:07,62) und der Französin Pauline Mahieu (2:08,63).Melvin Imoudu hat die Titelverteidigung über 100 m Brust klar verpasst. Der 27-Jährige aus Potsdam, der vor zwei Jahren auf dieser Strecke Gold gewonnen hatte, musste sich am Dienstagabend im Centre Aquatique Olympique mit 59,05 Sekunden mit Platz vier zufriedengeben.Bei der vergangenen EM 2024 in der serbischen Hauptstadt Belgrad hatte sich Imoudu noch zum Europameister gekrönt. In Paris musste der Olympiavierte, der mit der fünftschnellsten Zeit der Halbfinals in den Endlauf gekommen war, nun dem italienischen Olympiasieger Nicolo Martinenghi (58,58) den Vortritt lassen. Silber ging an Iwan Koschakin aus Russland (58,68) vor dem Italiener Simone Cerasuolo (58,90). Der deutsche Rekordhalter und Olympiafünfte Lucas Matzerath hatte den Endlauf verpasst.Auch der WM-Sechste Luca Armbruster (Berlin) ging über die 50 m Schmetterling leer aus. Der deutsche Rekordhalter, der im Halbfinale mit einer Zeit von 22,71 Sekunden seine vorherige Bestmarke um mehr als eine Zehntelsekunde unterboten hatte, wurde im Finale in 22,84 Sekunden Sechster. Den Titel sicherte sich der Russe Jegor Kornew (22,52), Silber ging an Maxime Grousset aus Frankreich (22,54) vor Grigori Pekarski aus Belarus (22,68).Am Montag hatten Olympiasieger Lukas Märtens, Timo Sorgius, Jarno Bäschnitt und Cornelius Jahn mit der Freistil-Staffel über die 4x200 m in deutscher Rekordzeit (7:02,28 Minuten) Bronze gewonnen und die erste Medaille in Paris für die DSV-Beckenschwimmer geholt.