Isabel Gose hat ihren Erfolgslauf bei der Schwimm-EM in Paris im Becken fortgesetzt und ihre dritte Medaille gewonnen. Die Magdeburgerin, die sich bereits in den Freiwasser-Wettbewerben zweimal Gold gesichert hatte, gewann im Centre Aquatique Olympique am Dienstagabend über 800 Meter Freistil in 8:18,44 Minuten wie auch bei den Titelkämpfen 2022 Silber. Dahinter pulverisierte Goses Vereinskollegin Maya Werner ihre persönliche Bestzeit und holte in 8:22,55 Minuten Bronze.„Ich bin super happy. Drittes Rennen, dritte Medaille. Ich glaube, das ist bisher eine gute Ausbeute“, sagte Gose am ZDF-Mikrofon. Wie bereits im Vorlauf musste sich die Vizeweltmeisterin von 2024 lediglich ihrer italienischen Konkurrentin Simona Quadarella (8:15,55) geschlagen geben.Zufrieden war auch Werner, die ihre bisherige Bestmarke von 8:29,53 Minuten um sieben Sekunden verbesserte. In den vergangenen Jahren habe sie sich über die 800 m oft schwergetan, berichtete die 21-Jährige. Nun eine „so tolle Zeit“ zu schwimmen – „das macht mich eigentlich fast noch glücklicher.“Für Gose war bereits der Start in die europäischen Titelkämpfe nach Maß verlaufen. In der Seine hatte die 24-Jährige sich bereits sowohl im Knockout-Sprint, als auch mit der Staffel zur Europameisterin gekrönt.Seidel verpasst MedailleRückenschwimmerin Lise Seidel hat unterdessen eine Medaille bei der EM in Paris knapp verpasst. Die WM-Achte schlug im Finale über die 200 m am Dienstagabend in 2:08,86 Minuten als Vierte an.Seidel hatte sich am Vortag im Centre Aquatique Olympique mit der fünftschnellsten Zeit der Halbfinals qualifiziert. Im Kampf um Edelmetall musste die 19-Jährige aus Chemnitz die Konkurrenz aber erneut ziehen lassen. Gold ging an die Britin Katie Shanahan (2:06,13) vor der Portugiesin Camila Rodrigues Rebelo (2:07,62) und der Französin Pauline Mahieu (2:08,63).Melvin Imoudu hat die Titelverteidigung über 100 Meter Brust klar verpasst. Der 27-Jährige aus Potsdam, der vor zwei Jahren auf dieser Strecke Gold gewonnen hatte, musste sich am Dienstagabend im Centre Aquatique Olympique mit 59,05 Sekunden mit Platz vier zufriedengeben.Bei der vergangenen EM 2024 in der serbischen Hauptstadt Belgrad hatte sich Imoudu noch zum Europameister gekrönt. In Paris musste der Olympiavierte, der mit der fünftschnellsten Zeit der Halbfinals in den Endlauf gekommen war, nun dem italienischen Olympiasieger Nicolo Martinenghi (58,58) den Vortritt lassen. Silber ging an Iwan Koschakin aus Russland (58,68) vor dem Italiener Simone Cerasuolo (58,90). Der deutsche Rekordhalter und Olympiafünfte Lucas Matzerath hatte den Endlauf verpasst.Auch der WM-Sechste Luca Armbruster (Berlin) ging über die 50 m Schmetterling leer aus. Der deutsche Rekordhalter, der im Halbfinale mit einer Zeit von 22,71 Sekunden seine vorherige Bestmarke um mehr als eine Zehntelsekunde unterboten hatte, wurde im Finale in 22,84 Sekunden Sechster. Den Titel sicherte sich der Russe Jegor Kornew (22,52), Silber ging an Maxime Grousset aus Frankreich (22,54) vor Grigori Pekarski aus Belarus (22,68).