Die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten ist Opfer einer Cyberattacke geworden. Die internen IT-Systeme seien angegriffen worden, teilte die Stiftung mit. Direktor Axel Drecoll sagte: „Durch den schwerwiegenden Angriff professioneller IT-Krimineller ist unser gesamtes IT-System derzeit außer Funktion.“

Da vermutlich Daten abgeflossen sind, weist die Stiftung darauf hin, dass es vermehrt zu Phishing- und Spam-Mails oder zu Versuchen von Rechnungsbetrug kommen könne. Es könnten interne Verwaltungsdaten betroffen sein, aber auch Daten von Geschäftspartnern und Besuchern sowie Vereinbarungen und Dokumente. „Daher wird um erhöhte Aufmerksamkeit bei verdächtigen E-Mails gebeten, insbesondere solchen, die die Stiftung als vermeintlichen Absender ausweisen.“

Der Vorfall sei am 5. August festgestellt worden. Der Besuch der Gedenkstätten ist aber weiterhin ohne Einschränkungen möglich, wie die Stiftung mitteilte. Betroffen sind sieben Gedenkstätten-Standorte – darunter die Gedenkstätte Sachsenhausen und die Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück – sowie die Geschäftsstelle. Als Sofortmaßnahme seien die betroffenen Systeme durch die Trennung aller Internet- und Netzwerkverbindungen offline genommen worden.