Ein Zusammenschluss von knapp 300 französischen Zeitungen hat eine Beschwerde bei der Wettbewerbsbehörde des Landes gegen Google und dessen neues KI-Angebot eingereicht. Die Medien befürchten, dass weniger Menschen ihre Websites besuchen und fordern von dem US-Konzern mehr finanzielle Beteiligung. »Die Verlage wollen Innovationen nicht behindern«, erklärte der Verband. »Sie fordern lediglich, dass dieser Mehrwert geteilt wird und dass sie für die Nutzung ihrer Inhalte eine Vergütung erhalten.«Google hat Ende Juli in Frankreich seine neue KI-Übersicht (»AI Overview«) eingeführt. Sie wird bei einer Google-Suche oberhalb der üblichen Suchergebnis-Links angezeigt und fasst die Informationen aus einer Vielzahl von Quellen zusammen. Die Quellen – häufig Nachrichtenseiten – werden zwar angezeigt, die Zeitungen befürchten jedoch, dass kaum jemand darauf klickt und die verlinkten Artikel liest.Dem Zeitungsverband Apig zufolge verstößt Google damit gegen eine Vereinbarung aus dem Jahr 2022. Damals hatte sich die französische Presse nach langen Verhandlungen mit dem US-Konzern auf eine Vergütung für die Nutzung ihrer Inhalte geeinigt. Im vergangenen Jahr wurde die Vereinbarung erneuert, zuvor hatte die französische Wettbewerbsbehörde Google wegen Verstößen mit einer Geldbuße von 250 Millionen Euro belegt.
300 Französische Zeitungen gehen wegen KI-Tools gegen Google vor
Im Juli führte Google in Frankreich eine neue Funktion mit KI-kuratierten Inhalten ein: Nun haben sich die Verlage zusammengeschlossen, um gegen die sogenannten AI Overviews zu klagen.











