PfadnavigationHomePanoramaNach Leipzig„Hybride Aktivität nicht ausgeschlossen“ – Drohne legt Flughafen Hannover lahmStand: 18:21 UhrLesedauer: 2 MinutenQuelle: Holger Hollemann/dpaEine Drohne hat den Betrieb am Flughafen Hannover zeitweise beeinträchtigt. Laut einem Bericht blieb sie rund zwei Stunden unentdeckt vom Detektionssystem. Ermittler schließen demnach auch eine „hybride Aktivität“ nicht aus.Zwei Stunden lang konnte eine Drohne in der Nacht auf Dienstag am Flughafen Hannover-Langenhagen umherfliegen, ohne von den Detektionssystemen der Bundespolizei entdeckt zu werden. Das berichtet der Spiegel unter Berufung auf einen internen Polizeibericht.Die Drohne wurde demnach von einem Arbeiter der Logistikfirma DB Schenker vor 4 Uhr erstmals gesichtet. Zwischen kurz vor 4 Uhr und etwa 5.20 Uhr seien Start- und Landebahnen immer wieder vorübergehend gesperrt worden, sagte eine Flughafensprecherin der Deutschen Presse-Agentur.Sechs touristische Passagierflüge seien dadurch verspätet gestartet. Eine Frachtmaschine aus Paris sei umgeleitet worden. Seit dem Morgen laufe der Flugbetrieb wieder planmäßig, sagte die Sprecherin. Zu den Hintergründen der Drohnensichtung verwies der Flughafen an die Bundespolizei.Lesen Sie auchDiese teilte auf Anfrage mit, dass die Ermittlungen vom polizeilichen Staatsschutz des Zentralen Kriminaldienstes Hannover übernommen worden seien. Um die Arbeit nicht zu gefährden, werde es zum jetzigen Zeitpunkt keine weiteren Auskünfte zum Stand der Ermittlungen geben.Der „Spiegel“ zitiert aus dem internen Polizeibericht, dass derzeit „das Vorliegen von hybrider Aktivität nicht ausgeschlossen werden“ könne. Auch die Frage, ob es einen Zusammenhang mit der Drohnenattacke in Leipzig gebe, lasse sich derzeit aber nicht sagen, so der Bericht.Allerdings gebe es Hinweise darauf, dass es sich nicht um eine handelsübliche Drohne gehandelt haben könnte. Dafür spreche laut dem Bericht, dass die Drohne nicht von dem „aktuell vorgehaltenen und in Betrieb befindlichen Drohnendetektionsgeräts“ entdeckt wurde. Bei der zuständigen Bundespolizei habe es Anzeige gegeben. Außerdem sei die relativ lange Flugdauer von rund zwei Stunden ein Hinweis.Lesen Sie auchDer Vorfall ereignete sich wenige Tage nach dem Fund einer mit Sprengstoff versehenen Drohne am Flughafen Leipzig/Halle in der Nacht zum 5. August. Die Bundesanwaltschaft hat in diesem Fall die Ermittlungen wegen des Verdachts des versuchten Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion sowie des gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr übernommen.lfb mit dpa