Selenskyj: Sieben Tote und 24 Verletzte bei russischem Angriff auf SaporischschjaBei russischen Raketen- und Bombenangriffen sind in der südostukrainischen Stadt Saporischschja nach Behördenangaben mindestens sieben Menschen getötet worden. "Ein brutaler Angriff, der darauf abzielte, der zivilen Infrastruktur maximalen Schaden zuzufügen", schrieb Präsident Wolodymyr Selenskyj am Dienstag auf Telegram. Bei den nächtlichen Angriffen seien weitere 24 Menschen verletzt worden. Das russische Militär habe auch eine nordkoreanische ballistische Rakete eingesetzt.Selenskyj zufolge gab es auch russische Angriffe auf Umspannwerke in den Städten Cherson und Charkiw. Es sei zu Stromausfällen gekommen. Dem russischen Verteidigungsministerium zufolge galt der Angriff auf Saporischschja dem örtlichen Stahlwerk. In der Ukraine bestätigte der Konzern Metinvest die Attacke auf das Werk. Demnach wurden die Werksmitarbeiter auf dem Weg in einen Schutzraum getötet und verletzt. Der Betrieb stellte seine Produktion vorerst ein.Das Ministerium in Moskau berichtete zudem über Angriffe auf ein Sortierzentrum des Postunternehmens Nowa Poschta in Kiew. Dieses habe auch zur Lagerung und Verteilung von Drohnenbestandteilen und Komplexen der elektronischen Kriegsführung gedient, behauptete das Ministerium. Zudem sei in Kiew ein großes Lagerhaus mit etwa 50.000 Quadratmetern Fläche angegriffen worden, das als Drohnendepot gedient haben soll. Die ukrainischen Behörden bestätigten Schäden an Lagerhallen in Kiew und im Landkreis Butscha westlich von Kiew. Es habe einen Verletzten gegeben.Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe setzte das russische Militär Anti-Schiffsraketen des Typs Zirkon, ballistische Raketen und 120 Drohnen ein. Die Angriffe zielten demnach vor allem auf das Kiewer Umland und Saporischschja ab. Einschläge habe es an 21 Orten gegeben. Russische Angriffe mit Drohnen und Artillerie töteten im Gebiet Dnipropetrowsk nach Behördenangaben mindestens drei Menschen. Weitere fünf seien verletzt worden, teilte Militärgouverneur Olexander Hanscha bei Telegram mit. Unter den Toten sei auch ein 15 Jahre alter Junge. Den Angaben zufolge gab es mehr als 20 Angriffe auf Ziele in insgesamt fünf Landkreisen.