Eine Verwässerung der eigenen Aktie verschafft Intel voraussichtlich knapp 20 Milliarden US-Dollar frisches Kapital. 210.526.315 zusätzliche Aktien gibt das Unternehmen zu einem Kurs von je 95 US-Dollar heraus.

Intel will das Geld für „allgemeine Unternehmenszwecke“ wie Kapitalinvestitionen und Betriebsmittel ausgeben, ohne weiter ins Detail zu gehen. Einen großen Punkt dürfte der Ausbau der eigenen Halbleiterwerke darstellen. Zu früheren Geschäftsberichten sagte der Finanzchef David Zinsner bereits, dass 2026 die meisten Ausgaben in die Werke fließen sollen. Gut 20 Milliarden US-Dollar Gesamt-Kapitalinvestitionen hat Intel für das Jahr veranschlagt.

Die Investitionen in die Halbleiterwerke lohnen sich derzeit, weil Prozessoren seit dem Aufkommen von KI-Agenten zur Mangelware geworden sind. Jede zusätzlich hergestellte Server-CPU kann Intel teuer verkaufen. Fünf Milliarden Euro für das eigene irische Halbleiterwerk hat Intel bereits angekündigt.

Konzernverwässerung

Da es sich bei der Herausgabe um zusätzliche Aktien an der Börse handelt, sinkt der Besitzanteil bestehender Anleger – Verwässerung genannt. Bei bisher 5,044 Milliarden ausgegebenen Aktien entspricht die Neuherausgabe einem Anteil von etwa 4,2 Prozent. Die Marktkapitalisierung vor der Herausgabe liegt bei rund 490 Milliarden US-Dollar. Der Prozess soll schon am 12. August 2026 abgeschlossen sein.