Nach verlustreichen Jahren konnte Salzgitter seinen Gewinn im ersten Halbjahr deutlich steigern. Zugleich bereitet dem Stahlkonzern das Niedrigwasser im Rhein große Sorgen. Auch Sprit wird durch die Dürre teurer.

11.08.2026, 13.56 Uhr

Rhein-Niedrigwasser sorgt für Engpässe: Die Hüttenwerke Krupp Mannesmann gehören erst seit Kurzem zu 100 Prozent Salzgitter – und bereiten dem Mutterkonzern nun Sorgen

Der Stahlkonzern Salzgitter warnt angesichts der niedrigen Wasserstände am ​Rhein vor möglichen Engpässen und Preisanstiegen. Sollten die Pegelstände weiter fallen, könne dies Auswirkungen haben, sagte Konzernchef ‌Gunnar Groebler (54) am Dienstag. Bislang sei Salzgitter davon zwar nicht betroffen. Die Sorge gelte jedoch insbesondere den kürzlich vollständig übernommenen Hüttenwerken Krupp Mannesmann (HKM).

Das anhaltende Niedrigwasser im Rhein zwingt erste Unternehmen zu Produktionskürzungen. Eine Verlagerung auf die Straße oder Schiene ist nicht immer möglich. ​Die Salzgitter-Aktien fielen zuletzt um gut 2 Prozent. Zuvor hatte das Papier einen guten Lauf und in diesem Jahr bislang mehr als ein Viertel an Wert gewonnen. Auf 12 Monate gesehen hat sich der Kurs mehr als verdoppelt.