Temperaturen nahe der 40 Grad haben einen deutschen Urlauber auf die Idee gebracht, in einem von Roms historischen Brunnen Abkühlung zu suchen – was den Mann nun teuer zu stehen kommt. Der 42-Jährige wurde von der Polizei aus dem Najadenbrunnen auf der Piazza della Repubblica geholt, unweit des Hauptbahnhofs. Gegen ihn wurden 450 Euro Geldstrafe sowie ein Platzverbot verhängt.In der italienischen Hauptstadt kommt es häufiger vor, dass Touristen – und manchmal auch Einheimische – in einen der vielen Brunnen steigen. Besonders beliebt für solche Taten ist der Trevibrunnen, der auch durch eine legendäre Badeszene von Anita Ekberg im Filmklassiker »La Dolce Vita« von Federico Fellini bekannt ist. Die Szene wurde allerdings nicht im Sommer gedreht, sondern im März 1959, der sehr kalt war.Zur Herkunft des Deutschen machte die Polizei keine näheren Angaben. Wegen der anhaltenden Hitzewelle schwitzen in Rom Touristen und Einheimische seit Wochen. In der Stadt gibt es aber zahlreiche Trinkbrunnen (Nasoni), bei denen man sich kostenlos mit Wasser versorgen kann.
In Rom ist es seit vielen Jahren durch eine Verordnung verboten, in einen der zahlreichen historischen Brunnen zu steigen oder gar darin zu baden oder zu tauchen. In der Vergangenheit kam es auch vor, dass Brunnen beschädigt wurden. Der Najadenbrunnen (Fontana delle Naiadi) ist verhältnismäßig neu: Er wurde 1901 nach dem Modell der Belle Époque gebaut. Die Najaden sind Wassernymphen aus der griechischen Mythologie.








