Während der US-Immunologe Anthony Fauci öffentlich keine Bedenken gegenüber der Impfung Schwangerer mit mRNA-Präparaten äußerte, zeigen neu veröffentlichte Chatverläufe, dass intern durchaus über Risiken gesprochen wurde.Am Montag veröffentlichten die republikanischen Senatoren Ron Johnson und Rand Paul Textnachrichten von Faucis dienstlich genutztem Mobiltelefon. Laut einer Mitteilung enthält das Gerät über 34.000 SMS und 522 Sprachnachrichten.

Was Fauci privat über das Fehlgeburtsrisiko schrieb

„Die heute veröffentlichten Chatverläufe könnten unmittelbare Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit und das Prinzip der informierten Einwilligung haben“, heißt es in der Mitteilung. Die bislang veröffentlichten Nachrichten stammen vom 25. und 26. Januar 2021 und wurden zwischen Fauci, der ehemaligen CDC-Direktorin Rochelle Walensky und dem früheren Leiter des amerikanischen Gesundheitsdienstes, Vivek Murthy, ausgetauscht.

„Ich habe mich noch etwas umgehört, und dabei kam ein weiteres Problem zur Sprache, über das Sie Bescheid wissen sollten“, schrieb Fauci am 25. Januar 2021 in die Gruppe. „Da viele Menschen nach der zweiten Dosis einen starken Zytokinsturm und Fieber haben, könnte dies theoretisch mit einer Fehlgeburt im ersten Trimester in Zusammenhang stehen“, fügte der langjährige Direktor des National Institute of Allergy and Infectious Diseases (NIAID) hinzu.