Urlaub in Deutschland ist so beliebt wie noch nie: Hotels, Gasthöfe, Pensionen und andere Beherbergungsbetriebe zählten im ersten Halbjahr so viele Übernachtungen wie noch nie. Sie verbuchten von Januar bis Juni 2026 insgesamt 223,8 Millionen Übernachtungen, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. Das sind 0,3 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, dem bisherigen Rekordwert für ein Halbjahr (223,1 Millionen).Die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Inland stieg bis Ende Juni um 0,3 Prozent auf 187,4 Millionen. Bei den Gästen aus dem Ausland legte die Übernachtungszahl um 0,5 Prozent auf 36,4 Millionen zu. Zuletzt zeigte der Trend nach unten: Im Juni allein verbuchten die Beherbergungsbetriebe 48,9 Millionen Übernachtungen in- und ausländischer Gäste.Das waren 2,9 Prozent weniger als im Juni 2025. Während weniger heimische Gäste kamen, zog die Zahl ausländischer Gäste an. Die Zahl der Gästeübernachtungen in Deutschland hatte im Gesamtjahr 2025 mit einem Wert von 497,5 Millionen einen Rekord verzeichnet. Tourismusverband weist auf Probleme hin Der Deutsche Tourismusverband wies zuletzt trotz der insgesamt positiven Entwicklung auf Probleme hin. Die guten Zahlen dürften nicht darüber hinwegtäuschen, dass viele Betriebe unter enormem Druck stünden, sagte DTV-Präsident Reinhard Meyer. Steigende Kosten, Personalmangel und ein wachsender Investitionsstau belasteten die Branche erheblich.Damit der Tourismus auch künftig ein Wachstumsmotor bleibe, brauche es politische Unterstützung – etwa durch mehr Investitionen in die touristische Infrastruktur, bessere Rahmenbedingungen für die Fachkräftegewinnung und eine stärkere Unterstützung der Kommunen. Letztere würden vielerorts die touristischen Angebote und Einrichtungen finanzieren.Die Statistik des Bundesamtes erfasst Beherbergungsbetriebe erst ab einer Größe von mindestens zehn Schlafgelegenheiten oder zehn Stellplätzen auf Campingplätzen. Übernachtungen bei kleineren Anbietern, wie etwa in vielen privaten Ferienwohnungen, sind in diesen Zahlen nicht enthalten. (Reuters/AFP)