Zum fünfzehnten Mal laden die UFA-Filmnächte vom 26. bis 28. August zu drei Abenden mit Stummfilmklassikern und Live-Musik, an einem der schönsten Orte, die Berlin zu bieten hat: im Kolonnadenhof auf der Museumsinsel.

In diesem Jahr richtet sich der Blick nicht nach Babelsberg, sondern nach Westen, über den Atlantik. Das Thema: deutsche Regisseure in Hollywood. Es ist die Geschichte einer kulturellen Wanderung, die lange vor der erzwungenen Emigration der NS-Zeit begann – und die das amerikanische Kino für immer veränderte.

In den 1920er-Jahren war der deutsche Film eine Weltmacht, die Hollywood herausforderte. Die expressionistischen Bildwelten, die technische Virtuosität, aber auch die psychologische Tiefe beeindruckten die amerikanischen Studios so sehr, dass sie begannen, deutsche Talente abzuwerben. Es waren nicht nur Regisseure, die dem Ruf folgten, sondern auch Kameramänner, Set-Designer, Drehbuchautoren.

Ernst Lubitsch war einer der Ersten. Der Berliner folgte 1922 einem Angebot nach Los Angeles und wurde dort zu einer Legende. Sein Markenzeichen, der berühmte „Lubitsch-Touch“, war die Kunst der Andeutung: ein Blick, eine Geste, eine sich schließende Tür – und das Publikum verstand, was gemeint war, ohne dass es ausgesprochen werden musste. Letztlich machen uns Stummfilme klar, wie wichtig all dieses Wortlose für die Kommunikation ist.