Ein US-Richter hat am Montag die Anklage wegen Betrugs und Bestechung gegen den indischen Multimilliardär ​Gautam Adani abgewiesen. Damit gab Richter Nicholas Garaufis einem Antrag des US-Justizministeriums statt. Es hatte im Mai erklärt, den Fall nicht weiter verfolgen zu wollen (mehr dazu hier).

Vor seiner Entscheidung hatte der Richter geprüft, ob im Gegenzug für die Einstellung des Verfahrens Zusagen gemacht worden seien. Dabei ging es insbesondere um eine Ankündigung Adanis ​vom November 2024, zehn Milliarden Dollar in den USA zu investieren.Adani hatte in ⁠einer ⁠eidesstattlichen Erklärung Mitte Juli versichert, von keinerlei derartigen Absprachen zu wissen. Auch ein hochrangiger Vertreter des Justizministeriums hatte Medienberichte zurückgewiesen, wonach die Investitionszusage eine Rolle ‌gespielt habe.

Was Adani vorgeworfen wurdeAdani war 2024 angeklagt worden: ​Ihm wurde vorgeworfen, indische Regierungsvertreter bestochen zu haben, um die Genehmigung für ein Solarkraftwerk zu erhalten. Zudem soll er US-Investoren über die Antikorruptionsrichtlinien seines Unternehmens getäuscht haben (mehr dazu, was hinter den Vorwürfen gegen Adani steckt, erfahren Sie hier ). Die Adani-Gruppe hatte die Vorwürfe stets ‌zurückgewiesen.