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ZEITmagazin: Herr McGinley, mit Fotografien aus dem New Yorker Nachtleben hatten Sie vor 20 Jahren Ihren Durchbruch. Nun ist die nächtliche Stadt wieder die Bühne für Ihre Arbeit. Konfrontierte Sie das mit Ihrem jüngeren Ich?

Ryan McGinley: Auf jeden Fall. Ich konnte die Stadt noch einmal auf ganz andere Weise entdecken.

ZEITmagazin: Mit Ihren 25 Jahren waren Sie damals der jüngste Künstler, der je eine Ausstellung im New Yorker Whitney Museum hatte. Aber danach fotografierten Sie kaum noch in New York.

McGinley: Ich wusste, ich muss etwas anderes machen. Ich dachte an Musiker, die mit jedem Album ihre Identität neu erfanden, so wie David Bowie. Also begann ich mit Roadtrips. Ich bin in New Jersey als Jüngster von acht Geschwistern aufgewachsen, wir hatten nicht viel Geld zum Reisen. Da wollte ich herausfinden, wie mein Land aussieht.