Vielerorts in Europa kämpft die Feuerwehr gegen Waldbrände. Nun hat sich ein Feuer im Südwesten Spaniens ausgebreitet. Die Regionalregierung von Andalusien schätzt die betroffene Fläche auf mehr als 20.000 Hektar, was etwa so groß ist wie das Stadtgebiet von Hannover. Das Feuer sei derzeit »außerhalb der Löschkapazität«, sagte der andalusische Innenminister Antonio Sanz. Nicht wegen fehlender Mittel, sondern »aufgrund des extremen und unberechenbaren Verhaltens der Flammen«. 479 Personen wurden vorsorglich in Sicherheit gebracht.Das Feuer war bereits am Donnerstag in Raboconejo ausgebrochen und hatte sich rasch ausgebreitet. Es sollen ungefähr 600 Einsatzkräfte im Einsatz sein, die in hügeligem, teils schwer zugänglichen Gebiet zeitweilig von mehr als 20 Löschflugzeugen und Hubschraubern unterstützt wurden.Spanien wird in diesem Jahr von einer außergewöhnlichen Waldbrandsaison heimgesucht. »Seit Jahresbeginn sind fast 200.000 Hektar betroffen«, sagte Umweltministerin Sara Aagesen. Nach Angaben des spanischen Waldbrandportals »Incendios Forestales« waren am Montag landesweit 41 Wald- und Vegetationsbrände aktiv. Die meisten Feuer brannten demnach in der bei Urlaubern beliebten Region Valencia im Osten sowie in Kastilien und León im Nordwesten des Landes. Betroffen waren aber auch die Regionen Andalusien, Katalonien und Kastilien-La Mancha.