Die Republik Moldau hat ihren Botschafter zu Beratungen aus Russland zurückgerufen, nachdem im Süden des Landes eine Drohne explodiert war. Der Vorfall nahe der Ortschaft Crocmaz werde »aufs Schärfste verurteilt«, teilte das Außenministerium in sozialen Netzwerken mit. Der Zwischenfall stelle eine Verletzung der Souveränität von Moldau dar und gefährde die Sicherheit der moldauischen Bürger.
Am Sonntag war eine mutmaßlich russische Drohne nahe Crocmaz an der moldauisch-ukrainischen Grenze abgestürzt und explodiert. Opfer oder Schäden gab es keine. Moldaus Präsidentin Maia Sandu verurteilte die Verletzung des moldauischen Luftraums bei X und rief zu einem Ende des russisch-ukrainischen Krieges auf.Moskau wiederum lässt mitteilen, dass sie jegliche bewaffnete Provokation der Ukraine und der moldauischen Behörden gegen die abtrünnige Region Transnistrien als Angriff auf Russland betrachten, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf den russischen Vizeaußenminister Michail Galuzin. Demnach würde Moskau alle verfügbaren Mittel einsetzen, um die dort lebenden Russen zu schützen.
Transnistrien ist ein schmaler Landstreifen im Osten der Republik Moldau an der Grenze zur Ukraine. Er ist zwar international als Teil Moldaus anerkannt, die Region erklärte sich jedoch nach dem Ende der Sowjetunion als unabhängig. Seitdem ist das Gebiet auf die finanzielle Unterstützung aus Russland angewiesen. Moldau selbst sucht die Nähe zur EU.












