Der Soziologe Florian Butollo sagt einen drastischen Arbeitskräftemangel voraus, trotz Digitalisierung und KI. Er setzt auf starke Gewerkschaften.
Bedingt auskunftsfähig: Das Assistenzsystem Lio begrüßt in einem Schweizer Pflegezentrum Gäste und Bewohner
Jens Gyarmaty/laif
Wie werden sich Digitalisierung und künstliche Intelligenz auf die Arbeit und die Gesellschaft der Zukunft auswirken? Wohin mit den vielen Beschäftigten, deren Arbeit durch die neuen Technologien ersetzt wird? Drohen Massenarbeitslosigkeit und ein Kollaps des Sozialstaats? Es sind viele bange Fragen, die sich angesichts der technologischen Entwicklung stellen.
Vielfach wird in den Wirtschaftswissenschaften die Ansicht vertreten, dass bei Automatisierungsprozessen immer auch neue Arbeitsplätze in anderen Bereichen entstehen. Der Soziologe Florian Butollo, Lehrstuhlinhaber an der Goethe-Universität Frankfurt und Mitglied der ehemaligen Enquetekommission des Bundestages zur künstlichen Intelligenz, geht hier gedanklich noch einen Schritt weiter. In seiner jüngsten Veröffentlichung „Das knappe Gut Arbeit“ begründet er ausführlich, warum es in Zukunft zu wenig arbeitende Menschen geben wird, und zeigt auf, welche Folgen das hat.









