Der Verein Gerede e.V. sorgt an sächsischen Schulen für politischen Streit. Auslöser sind zwei Bildungsveranstaltungen des Dresdner Trägers – eine an einer Oberschule in Großenhain, eine an einem Gymnasium in Löbau. Die AfD-Fraktion im Landtag wirft dem Verein vor, an Schulen für Geschlechtsumwandlungen zu werben und sich parteipolitisch einseitig zu positionieren.

CDU-Kultusminister Conrad Clemens hat auf zwei Kleine Anfragen der Abgeordneten Tobias Heller und Roman Golombek geantwortet. Das Ergebnis ist zwiespältig: In einem Fall bestätigt das Ministerium einen konkreten Verstoß gegen das Schulgesetz. In einem anderen Fall lässt sich der schwerste Vorwurf laut Schulaufsicht nicht belegen.

Was wirklich in Großenhain passierte

Im Zentrum des ersten Falls steht die 1. Oberschule Am Kupferberg in Großenhain. Dort lief am 27. Mai 2026 in der siebten Klasse das Projekt „LiebesLeben – Vielfalt verstehen, Diskriminierung abbauen“.

Sein Ressort räumte auf Anfrage Versäumnisse ein: Sachsens Bildungsminister Conrad Clemens.