PfadnavigationHomeRegionalesNordrhein-WestfalenRomance statt Bromance? Neue Komödie mit Kross und UllmannStand: 08:50 UhrLesedauer: 4 MinutenKostja Ullmann und Janina Uhse in einer Szene der Komödie «Mein bester Freund, seine Freundin und ich».Quelle: Wolfgang Ennenbach/Netflix/dpaZwei beste Kumpels, eine neue Liebe und der Kampf um die Freundschaft. «Mein bester Freund, seine Freundin und ich» bei Netflix erzählt eine vertraute Geschichte. Reicht das für einen guten TV-Abend?Manchmal sind es gerade die vorhersehbaren Filme, die einen Abend retten. Zwei Menschen verlieben sich, etwas steht der Beziehung im Weg und am Ende finden doch alle wieder zueinander. Man hat das Gefühl die Geschichte schon nach wenigen Minuten zu kennen – und schaut trotzdem weiter.Vorhersehbare Filme leben schließlich nicht unbedingt davon, dass sie das Rad neu erfinden. Wir schauen sie, weil wir mit den Figuren mitfiebern, über die Witze lachen können oder uns in vertrauten Geschichten wiederfinden.Jetzt gibt es auf Netflix «Mein bester Freund, seine Freundin und ich» (Streamingstart 14. August). An vertrauten Zutaten mangelt es der in und um Köln gedrehten Komödie nicht. Doch ist es eine Geschichte, die hängen bleibt?Bromance gegen BeziehungOlli (Kostja Ullmann) und Matze (David Kross) sind seit Kindheitstagen beste Freunde. Sie wohnen zusammen, arbeiten zusammen und wollen bald gemeinsam um die Welt reisen. Doch als Matze Rebecca «Becky» (Janina Uhse) kennenlernt, gerät die beste Freundschaft ins Wanken. Natürlich verlieben sich die beiden sofort. Und selbstverständlich verbringen sie fortan jede freie Minute miteinander.Hinter der Ausgangslage steckt ein durchaus vertrauter Konflikt. Was passiert, wenn zwei Menschen, die ihr Leben lange gemeinsam gedacht haben, unterschiedliche Wege einschlagen?Für Olli steht die Schuldige schnell fest. Becky taucht plötzlich überall auf, und Matze erkennt er kaum wieder. Abende verbringt er lieber mit ihr statt mit ihm. Dass Menschen sich verlieben und dadurch neue Prioritäten setzen, wäre eine mögliche Erklärung. Für Olli ist es nur eines: Beziehungs-Gehirnwäsche auf Kosten der Männerbeziehung.Diese vermeintliche Gehirnwäsche wird zum wiederkehrenden Witz des Films. Immer wieder taucht der gemeinsame Freund Schmitti (Ferdinand Hofer) auf, der das wilde Partyleben gegen eine feste Beziehung und ein bürgerliches Leben eingetauscht hat. Der Running Gag: Betrinken und Dinge unternehmen sind strikt nur noch mit Erlaubnis der Partnerin möglich - oder heimlich.Als Ausdruck von Ollis übertriebener Angst vor festen Beziehungen mit Frauen funktioniert das zwar, nach mehreren Variationen desselben Witzes nutzt sich das Muster allerdings ab. Man wagt sich die Frage zu stellen: Zieht dieser altbekannte Scherz 2026 überhaupt noch?Bekanntes Rezept, wenig WürzeSchon der Titel erinnert an einen anderen Film: «Meine Braut, ihr Vater und ich» (Originaltitel: Meet the Parents) aus dem Jahr 2000. Auch dort konkurrieren zwei Menschen um die Zuneigung und Loyalität einer dritten Person. Seinen Humor zieht der Film aus peinlichen Situationen, Missverständnissen und Figuren, die konsequent über ihre eigenen Schwächen stolpern.