Kurz vor dem Start ins neue Schuljahr wächst in Sachsen der Unmut – und mittendrin steht der Lehrermangel. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) sieht die Bedingungen für einen guten Beginn nicht erfüllt. Besonders der Nachwuchs sei frustriert, sagte GEW-Chef Burkhard Naumann.

Referendare sollen künftig mehr unterrichten, gleichzeitig wurde ein finanzieller Zuschlag gestrichen. Für Lehrkräfte, Eltern und Schüler stellt sich damit die Frage, wie verlässlich der Unterricht im kommenden Jahr überhaupt läuft. Der Streit zeigt: Hinter dem nüchternen Begriff Unterrichtsausfall stecken handfeste Entscheidungen über Geld, Arbeitszeit und die Bindung junger Lehrkräfte an den Freistaat.

Mehr Unterricht im Referendariat

Angehende Lehrkräfte sollen bald spürbar stärker eingespannt werden. Statt bisher 12 Stunden pro Woche sind künftig 14 Unterrichtsstunden vorgesehen.

Sachsens Bildungsminister Conrad Clemens möchte junge Lehrkräfte weiterhin auch im ländlichen Raum einsetzen.