Stand: 10.08.2026 • 05:00 Uhr

"Dann sind der Porsche oder die Rolex erstmal weg": Im Kampf gegen Geldwäsche und dubiose Finanzstrukturen soll der Zoll Vermögenswerte von unklarer Herkunft künftig beschlagnahmen können. Das sieht ein neues Gesetz vor.

Wenn Verdächtige nicht nachweisen können, dass sie Vermögenswerte legal erworben haben, "dann sind der Porsche oder die Rolex erstmal weg", erklärt Finanzminister Klingbeil gegenüber dem ARD-Hauptstadtstudio die neuen geplanten Befugnisse für den Zoll. Der Zoll werde moderner, digitaler und schlagkräftiger. "Damit senden wir ein klares Signal an Kriminelle: Wir verschärfen die Gangart", sagt der SPD-Politiker.

Im Visier hat Klingbeil bedeutsame Vermögensgegenstände von unklarer Herkunft, die sich Verdächtige bei ihrem Einkommen vielleicht nicht leisten können. Der Zoll soll diese Vermögenswerte dann erstmal einziehen dürfen, bis die Herkunft geklärt ist. Dass der Zoll diese Befugnisse bekommt, ist neu und ein Bestandteil des "Zollfinanzgerechtigkeitsgesetzes", das am Mittwoch im Kabinett verabschiedet werden soll. Der Entwurf liegt dem ARD-Hauptstadtstudio vor.

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