China ist im ersten Halbjahr 2026 der wichtigste deutsche Handelspartner geblieben. Die deutschen Importe aus China nahmen im Vergleich von Januar bis Juni um knapp neun Prozent auf fast 92 Milliarden Euro zu. Gleichzeitig brachen die Exporte in die ​Volksrepublik in diesem Zeitraum um mehr als zwölf Prozent ein, wie Berechnungen der bundeseigenen Fördergesellschaft Germany Trade & ‌Invest (GTAI) für die Nachrichtenagentur Reuters ergaben.

Zusammen ergibt sich daraus ein Außenhandelsvolumen von rund 128 Milliarden Euro – gut drei Milliarden mehr als mit dem zweitgrößten Handelspartner USA. China hatte erst 2025 die Vereinigten Staaten als Handelspartner Nummer eins verdrängt.China bald womöglich nicht mehr in den Top Ten deutscher ExporteDer Warenaustausch zwischen China und Deutschland wird zunehmend zur Einbahnstraße: Mittlerweile findet sich China nur noch an neunter Stelle der wichtigsten Abnehmer von Waren »Made in Germany« – hinter wesentlich kleineren Ländern wie Österreich und der Schweiz. Im Gesamtjahr ‌2021 hatte es noch zum zweiten Platz hinter den USA gereicht. »Das ist ein klares Indiz dafür, ​dass sich China ‌unabhängiger von westlicher Technologie macht und selbst technologisch aufholt«, sagte Commerzbank-Ökonom Vincent Stamer.