Der Stein im Pirnaer Ortsteil Oberposta trägt mehr als 20 solcher eingemeißelter Zahlen, die bis ins Jahr 1707 zurückreichen. Einer der Hungersteine ist 2018 erst als Erinnerung an den historisch niedrigen Wasserstand gemeißelt worden.Laut Landeshochwasserzentrum liegt der Wasserstand der Elbe bei Pirna schon länger deutlich unter einem Meter, in Dresden sind es gerade einmal 54 Zentimeter. Auch viele andere Flüsse sind zusammengeschrumpft: die Mulde ebenso wie die Weiße Elster, die Spree und die Neiße.In den vergangenen 25 Jahren, rechnete Umweltminister Carsten Schneider in einer Pressekonferenz am vergangenen Mittwoch vor, hat Deutschland 60 Milliarden Kubikmeter Wasser verloren – ungefähr einen Bodensee voll. Ein Grund dafür seien häufigere Dürreperioden, zudem könnten betonierte Flächen, begradigte Flüsse oder ausgelaugte Böden nicht ausreichend Wasser speichern.Mittlerweile kann anhand einheitlicher Daten sichtbar gemacht werden, welche Regionen in Deutschland besonders betroffen sind. Seit dem vergangenen Mittwoch ist das neue Niedrigwasserinformationssystem , kurz Niwis, für alle zugänglich. Es greift auf Daten von etwa 350 Messstellen für Oberflächengewässer wie Flüsse zu sowie auf 230 weitere, die die Füllstände im Grundwasser anzeigen.Bisher ist für die Elbe in Sachsen keine Erholung in Sicht. Zu Wochenbeginn kann es laut Deutschem Wetterdienst in Sachsen einzelne, teils kräftige Gewitter geben. Dabei wird es noch einmal heiß mit Temperaturen bis zu 34 Grad Celsius. Am Dienstag und Mittwoch ist es sonnig und trocken, aber etwas kühler mit bis zu 25 Grad.
Niedrigwasser bringt Hungerstein in der Elbe zum Vorschein
An Sachsens Flüssen herrscht Niedrigwasser. Das bringt steinerne Zeugen zum Vorschein – wie den Hungerstein in der Elbe bei Pirna. Die Steine erinnern an vergangene Dürren.












