Nicht nur der Bund fördert Projekte in der Dritten Welt. Auch Berlin gibt vor, Not und Leid auf anderen Kontinenten zu mildern, Völkerverständigung und Demokratie zu fördern. Die Mittel hierzu vergibt in Berlin der Wirtschaftssenat. Er ist für die Steuerung, Bewilligung und Kontrolle der Fördermittel verantwortlich. Die operative Umsetzung und Koordination erfolgt über die Landesstelle für Entwicklungszusammenarbeit (LEZ).

Laut Antwort des Senates auf eine Anfrage des AfD-Abgeordneten Hugh Bronson stiegen die jährlichen Gesamtausgaben für entwicklungspolitische Projekte von 2,7 Millionen Euro im Jahr 2020 auf mehr als 5 Millionen für 2024. 2026 liegen sie bei 4,6 Millionen Euro.

Empfänger der milden Gaben sind teils etablierte Projektträger, teils zweifelhafte Projekte, teils Organisationen, die bereits zu DDR-Zeiten Entwicklungshilfe mit sozialistischen Bruderstaaten unterhielten, und teils Vereine, die gar nichts mit Entwicklungshilfe im landläufigen Sinn zu tun haben.

Eine Welt: für Gendern und Nachhaltigkeit, gegen Rassismus und globale Ungerechtigkeit

Da bekommt beispielsweise die Gesellschaft für Humanistische Fotografie e. V. aus Berlin-Kreuzberg mal 10.000 Euro, ein andermal 15.000 Euro, dann 13.000 Euro als „Zuwendung“. Wobei auf deren Website nicht so recht ersichtlich wird, was der Foto-Verein mit Entwicklungshilfe am Hut hat.