Führende Vertreter mehrerer Gewerkschaften haben sich gegen die Pläne der Bundesregierung gestellt, die Rente mit 63 im Rahmen der Rentenreform auslaufen zu lassen. »Erfreulicherweise erkennen immer mehr Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten, dass der Vorschlag der Rentenkommission der Bundesregierung, die abschlagsfreie Rente nach 45 Versicherungsjahren abzuschaffen, falsch ist«, sagte Verdi-Vorstandschef Frank Werneke der »Bild am Sonntag«.
»Die geplante Abschaffung der Rente für besonders langjährig Versicherte missachtet die Lebensleistung der betroffenen Menschen, daher muss diese Rentenform erhalten bleiben«, betonte er.Über den Plan der Regierung, die Frühverrentung abzuschaffen, ist ein heftiger Streit entbrannt. Mehrere ostdeutsche CDU-Ministerpräsidenten , aber auch SPD-Politikerinnen und -Politiker aus unterschiedlichen Teilen Deutschlands verlangen, an der abschlagsfreien Rente für besonders langjährig Versicherte festzuhalten. Ein Argument ist, dass besonders in Ostdeutschland viele Menschen im Alter ausschließlich auf die gesetzliche Rente angewiesen sind.
Die IG-Metall-Bundesvorsitzende Christiane Benner bezeichnete die abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren als »gerecht« und »gerechtfertigt«. Die Menschen, die das anzweifelten, könnten »gern mal am Hochofen, auf der Werft oder am Band beim Schichtarbeiter vorbeischauen. Danach verstehen sie es bestimmt auch«, sagte sie der »BamS«.DGB-Vorstandsmitglied Anja Piel erklärte: »Menschen, die früh in die Ausbildung gegangen sind und nahezu ein halbes Jahrhundert gearbeitet haben, dürfen am Ende ihres Arbeitslebens nicht wie eine Zitrone ausgequetscht werden, sondern haben Anspruch auf eine gute Rente ohne Abschläge«.












