Trotz eines Verbots sind am Samstag erneut Tausende Menschen ins bayerische Emskirchen geströmt. Hintergrund ist der Streit rund um den YouTuber »Drachenlord«, der früher in dem kleinen Ort in Mittelfranken gewohnt hat. Die Polizei sprach von einer »aggressiven Stimmung«, Gewalt und Festnahmen.
Die Polizei zählte am Samstag in der Spitze rund 3500 Menschen, die sich am Rande des Gemeindeteils Altschauerberg zu dem sogenannten Schanzenfest versammelten. Einsatzkräfte verhinderten demnach, dass die Teilnehmer in den Ort selbst vordringen konnten. Dabei sei es zu Beleidigungen und Angriffen gekommen.Auf Polizeipferde seien Böller geworfen worden, weshalb einzelne Teilnehmer festgenommen worden seien. Auch in angrenzenden Waldstücken sollen Menschen Böller gezündet haben. Allgemein sei während des Einsatzes eine »sehr aggressive Grundstimmung« von den Teilnehmern ausgegangen, so die Polizei. Gegen 16.15 Uhr habe die Mehrzahl den Ort wieder verlassen.
Jahrelanger Streit mit »Drachenlord«Schon im August 2025 waren wegen »Drachenlord« Tausende in den kleinen Ort gekommen. Die Polizei sprach damals von in der Spitze bis zu 4000 Menschen. In diesem Jahr verlängerte die Behörde daher im Vorfeld eine Allgemeinverfügung, die unter anderem die Ansammlung von mehr als acht Personen untersagte. Unterbinden konnte die Polizei die Versammlung nicht.Zwischen dem YouTuber, der Videos über sein Leben veröffentlichte, und seinen Gegnern gab es in der Vergangenheit immer wieder Streit. Er provozierte in seinen Clips mit teilweise extremen Ansichten.










