PfadnavigationHomePanoramaKriminalitätStraßenkampf in DürenNeue Details zu Massenschlägerei – Polizeigewerkschaft kritisiert Entlassung der VerdächtigenStand: 16:09 UhrLesedauer: 3 MinutenMehr als 20 Personen zweier Großfamilien haben sich in Düren offenbar zu einer Massenschlägerei verabredet. Nach Angaben der Polizei waren Äxte, Hämmer und Baseballschläger im Einsatz. Acht Beteiligte wurden schwer verletzt. „Bild“-Chefreporter Frank Schneider berichtet.Eine Geburtstagsfeier endet im bewaffneten Straßenkampf zwischen zwei Großfamilien. Die Polizei zieht eine erste Bilanz. Die schnelle Entlassung der Verdächtigen sorgt für Empörung.Nach einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen zwei Gruppen in Düren sind zwei Schwerverletzte bereits am Folgetag aus der Klinik entlassen worden. Nach aktuellem Kenntnisstand waren rund 20 Menschen an dem Kampf am Sonntagabend auf der Straße beteiligt, wie die Polizei mitteilte.Dabei wurden den Ermittlungen zufolge verschiedene Gegenstände als Waffen eingesetzt, darunter Hämmer, Tischbeine, Äxte und Baseballschläger. Auch auf bereits am Boden liegende Menschen sei eingeschlagen und eingetreten worden.Als die Beamten eintrafen, war es Unbeteiligten bereits gelungen, die Streitenden zu trennen. Acht Menschen wurden verletzt, zwei davon schwer und sechs leicht. Sechs der Verletzten kamen in umliegende Krankenhäuser.Lesen Sie auchNach ersten Ermittlungen kann die Polizei inzwischen teilweise rekonstruieren, wie es zu der Auseinandersetzung gekommen sein soll. Ausgangspunkt des Konflikts war demnach eine Geburtstagsfeier am Freitag. Eine der beteiligten Parteien fühlte sich nach eigenen Angaben durch den Feierlärm gestört. Daraufhin kam es zu einem verbalen Schlagabtausch, eine der beiden Parteien erstattete Anzeige wegen Bedrohung gegen die andere Gruppe.Am Sonntagabend eskalierte der Konflikt zwischen den Großfamilien schließlich. Die Polizei geht davon aus, dass sich die beiden Gruppen zuvor nicht persönlich kannten. Hinweise auf einen länger zurückliegenden Konflikt gebe es nicht.Lesen Sie auchEine 25-jährige Frau, deren Bruder laut eigener Aussage eine Kopfwunde durch einen Hammerschlag erlitten habe, äußerte sich gegenüber dem WDR zur Auseinandersetzung. „Die sind mit Äxten, Messern, Hämmern, Baseballschlägern, Rohrzangen, Butterfly-Messern und Schlagringen auf uns losgegangen“, schilderte sie. „Wir wussten gar nicht, was uns passiert. Mit acht Mann sind die auf meinen Bruder drauf.“Lesen Sie auchNach Darstellung der Frau hatten sich Nachbarn über zu laute Musik beschwert. Für Sonntag sei ein klärendes Gespräch vereinbart worden. „Meine Brüder sind dann runtergegangen. Und plötzlich haben wir nur noch gehört: Da kommt einer mit einem Hammer. Und dann ging es auch schon los.“Im Kontext der Auseinandersetzung wurden zunächst zwei Männer vorläufig festgenommen. Bei ihnen handelt es sich um einen 22-jährigen Dürener mit deutscher und serbischer Staatsangehörigkeit und einen 23-jährigen Kölner mit bosnisch-herzegowinischer Staatsangehörigkeit. Beide wurden nach einer Gefährderansprache wieder entlassen. Ostermann kritisiert Entlassung der VerdächtigenManuel Ostermann, Bundesvorsitzender der DPolG Bundespolizeigewerkschaft, übte daran Kritik. „Die Frage, wie das sein kann, dass Personen nicht mal festgenommen werden, stellt sich ja für den Außenstehenden völlig zu Recht. Für die Sicherheitsbehörden gelten natürlich rechtsstaatliche Maßstäbe. Wenn keine Fluchtgefahr oder Verdunkelungsgefahr besteht, dann haben wir keine rechtliche Handhabe.“Für Ostermann stehe fest: „Wie soll denn bitte der Rechtsstaat konsequent wirken, wenn er doch von diesen Großfamilien nur belächelt wird, weil sie am Ende mit dem, was sie tun, und auch der öffentlichen Zurschaustellung von Gewalteskalation schlicht und ergreifend durchkommen?“doli mit dpa
Düren: Neue Details zu Massenschlägerei – Polizeigewerkschaft kritisiert Entlassung der Verdächtigen - WELT
Eine Geburtstagsfeier endet im bewaffneten Straßenkampf zwischen zwei Großfamilien. Die Polizei zieht eine erste Bilanz. Die schnelle Entlassung der Verdächtigen sorgt für Empörung.






