Im NATO- und EU-Mitgliedsland Bulgarien ist am Samstag eine Drohne nahe einer Gaspipeline explodiert. Dabei wurde nach Angaben von Ministerpräsident Rumen Radew niemand verletzt, auch sei kein Schaden an der Infrastruktur entstanden. Die aus Rumänien kommende Drohne sei am Morgen in den bulgarischen Luftraum eingedrungen und in einem Sonnenblumenfeld nahe dem Dorf Kardam an der Grenze explodiert. Das Gebiet wurde abgesperrt.Der Explosionsort liegt Radew zufolge in unmittelbarer Nähe kritischer Energie-Infrastruktur. Er sei nur 1000 Meter von der bulgarischen Kompressorstation der Transbalkan-Gaspipeline und 200 Meter von der dazugehörigen rumänischen Station entfernt.Das unbemannte Fluggerät sei zuvor weder im bulgarischen noch im rumänischen Luftraum entdeckt worden. Dies bestätige, dass die Ortung von Drohnen eine Herausforderung bleibe, sagte Radew. Er verwies auf Verzögerungen bei der Lieferung von Präzisionsradaren für die Armee und kündigte an, die Sicherheit strategischer Standorte und die Überwachung der Grenze zu verstärken.Zur Herkunft oder zum Typ der Drohne wurden zunächst keine Angaben gemacht. Seit Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine sind wiederholt Drohnen oder Raketenteile in Nachbarländern wie Rumänien, Polen oder der Republik Moldau niedergegangen. Russland greift immer wieder ukrainische Häfen an der Donau an, die direkt an der Grenze zu Rumänien und damit in der Nähe Bulgariens liegen.
In Bulgarien explodiert eine Drohne in der Nähe einer Gas-Pipeline
Eine Drohne ist unbemerkt in den bulgarischen Luftraum eingedrungen. In der Nähe einer Gaspipeline explodierte sie.











