Drei Jahre altes Kind und Großeltern sterben bei AngriffDer ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat weitere Einzelheiten zu nächtlichen russischen Luftangriffen veröffentlicht. Seinen Angaben zufolge kamen in einem Wohnhaus in der Ortschaft Puchiwka im Gebiet Kiew ein drei Jahre altes Kind sowie dessen Großmutter und Großvater ums Leben. Bei einem weiteren Angriff – Selenskyj spricht von einem sogenannten „Doppelschlag“ – seien zudem die Eltern und der fünfzehn Jahre alte Bruder des getöteten Kindes sowie ein Nachbar verletzt worden. Russland hat Kiew in der Nacht nach ukrainischen Angaben mit sechs ballistischen Raketen angegriffen. Abermals konnte keine einzige Rakete abgefangen werden. 135 russische Drohnen wurden demnach abgefangen. Mathias PeerDrei Tote bei Luftangriffen auf Vorort von KiewBei neuen russischen Luftangriffen auf die ukrainische Hauptstadt Kiew und deren Umgebung sind nach Behördenangaben mindestens drei Menschen getötet und mehrere verletzt worden. Unter den drei Todesopfern im östlichen Vorort Browary sei auch ein Kind, schrieb das Nachrichtenportal „The Kyiv Independent“ unter Berufung auf Kiews Militärgouverneur Tymur Tkatschenko. Bei der Attacke seien auch zwei Erwachsene und ein Kind verletzt worden. Zudem wurden dem Bericht zufolge ein Wohnhaus, mehrere andere Gebäude und auch Autos beschädigt. Bei der nächtlichen Welle von Angriffen auf ukrainische Städte kamen demnach neben ballistischen Raketen auch Drohnen und Gleitbomben zum Einsatz.Drohne dringt im Luftraum Bulgariens ein Im Luftraum des NATO- und EU-Mitgliedstaates Bulgarien ist eine Drohne eingedrungen. Das Flugobjekt sei auf bulgarischem Staatsgebiet in einer Entfernung von 100 Metern von der rumänischen Grenze explodiert, sagte Ministerpräsident Rumen Radew nach einer Sitzung des Sicherheitsrates bei der Regierung in Sofia. Die Drohne hatte demnach eine Großmenge Sprengstoff.Teams der bulgarischen Grenzpolizei und des Verteidigungsministeriums des Landes seien dabei, die Herkunft der Drohne festzustellen, sagte Radew weiter. Es gebe keine Verletzten und auch keine Sachschäden. Trauerfeier für Olexij Jukow In der Wolodymyrkathedrale im Kiewer Zentrum haben hunderte Menschen dem getöteten ukrainischen Freiwilligen Olexij Jukow gedacht. Seine Gruppe „Brückenkopf“ barg an der Front die Leichen gefallener Soldaten. Am Mittwoch kam er bei einer Suchmission ums Leben. Hunderte Menschen nahmen in der Kathedrale am offenen Sarg Abschied. Jukow und seine Gruppe waren in der Ukraine bekannt, insbesondere unter Soldaten. Angehörige von „Vermissten“ verbinden mit den Suchaktionen die Hoffnung auf eine würdevolle Bestattung. Jukow selbst sprach öffentlich davon, die „Seelen der Gefallenen“ nach Hause zu holen. Seit 2014 widmete er sich der Bergung von Leichnamen des Krieges in der Ukraine. Zuvor barg er Gebeine von Gefallenen der Weltkriege. Mathias PeerRussland meldet Verletzte nach Drohnenangriff auf ÖlraffinerieBei einem ukrainischen Drohnenangriff auf die Ölraffinerie Ilski in der südrussischen Region Krasnodar sind örtlichen Behörden zufolge fünf Menschen verletzt worden. Auf dem Gelände sei ein Feuer ausgebrochen, teilten die Behörden mit. Zudem wurden Drohnenangriffe auf eine Industrieanlage in der russischen Region Samara gemeldet, wie der dortige Gouverneur mitteilte. Das Unternehmen wird nicht namentlich genannt. Das russische Verteidigungsministerium erklärte, die Luftabwehr habe in der Nacht 397 ukrainische Drohnen über mehreren Regionen zerstört. Die Angaben der beiden Kriegsparteien können von unabhängiger Seite nicht überprüft werden.Mathias PeerHeftige Explosionen und Brände in Kiew nach LuftalarmIn zwei Bezirken der ukrainischen Hauptstadt Kiew sind nach einem Luftalarm Brände ausgebrochen. Das teilte die Stadtverwaltung mit. Reporter berichteten von mehreren heftigen Explosionen. Hannah SturmSelenskyj trifft Vucic Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat bei seinem ersten Besuch seit Beginn des Ukrainekriegs in Serbien seinen Amtskollegen Aleksandar Vucic getroffen. Nach seiner Ankunft in Belgrad am Freitagabend traf Selenskyj den serbischen Staatschef zu einem Abendessen. Vucic erklärte anschließend, er sei überzeugt, der Besuch werde zur Entwicklung der Beziehungen und zur stärkeren Zusammenarbeit beider Länder beitragen. Serbien ist traditionell eng mit Russland verbunden.Offizielle Gespräche der beiden Präsidenten sind für Samstag im Präsidentenpalast geplant. Anschließend wollten sie nach Angaben des serbischen Präsidialamts vor die Presse treten. Selenskyj kündigte zudem Gespräche mit Regierungschef Djuro Macut an.Themen seien eine Ausweitung der wirtschaftlichen Beziehungen, die Beziehungen zur EU und „Sicherheitsfragen“, erklärte Selenskyj im Onlinedienst X. Vucic hatte bereits zuvor gesagt, es solle auch um die Zusammenarbeit im Energiebereich gehen.Der Besuch ist politisch heikel: Serbien gilt als eines der Moskau am nächsten stehenden Länder Europas und ist stark von russischen Gaslieferungen abhängig. Den wegen des Angriffskriegs gegen die Ukraine verhängten westlichen Sanktionen gegen Russland hat sich Belgrad nicht angeschlossen. Zwei Tote im Gebiet CharkiwDurch russischen Raketenbeschuss sind zwei Menschen in der Stadt Isjum in der Ostukraine getötet worden. Vier weitere seien verletzt worden, teilte der Gouverneur des Gebiets Charkiw, Oleh Synjehubow, bei Telegram mit. Ein ausgebrochener Brand auf 400 Quadratmetern werde gelöscht. Das russische Militär setzte nach Angaben der Militärverwaltung von Isjum Mehrfachraketenwerfer mit der für Zivilisten besonders gefährlichen Streumunition ein.Isjum ist etwa 30 Kilometer von der Frontlinie entfernt. Die Stadt stand 2022 nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine für mehrere Monate unter russischer Kontrolle und wurde im September 2022 befreit. Im benachbarten Gebiet Sumy wurden bei einem Drohnenangriff auf einen Markt zehn Menschen verletzt. Ukraine meldet schweren russischen Angriff auf Öl- und Erdgasanlagen Russland hat in der Nacht nach Angaben des staatlichen ukrainischen Energiekonzerns Naftogaz sieben Öl- und Erdgasförderanlagen im Osten des Landes attackiert. Moskau greife den Sektor systematisch an, um der Infrastruktur vor dem Winter größtmöglichen Schaden zuzufügen, erklärt Interims-Firmenchef Serhij Fedorenko. Es handele sich um einen der schwersten Schläge der vergangenen Monate gegen Standorte der Naftogaz-Tochter Ukrnafta. Dabei sei wichtige Ausrüstung beschädigt worden. Russischer Oppositionspartei droht WahlausschlussRusslands zentrale Wahlleitung hat die Oppositionspartei Jabloko Ende Juli zur Parlamentswahl im September zugelassen. Seitdem steigt der Druck auf die Partei. Nun prüft sogar Russlands Oberstes Gericht den Ausschluss Jablokos von der Parlamentswahl im September. Eine entsprechende Klage der kremltreuen nationalistischen Partei Rodina (Heimat) gegen die Partei Jabloko werde am Montag vor Gericht verhandelt, meldet die staatliche Nachrichtenagentur Tass. Rodina-Chef Alexej Schurawljow erklärte demnach, Jabloko sei eine vom Westen unterstützte Bewegung, die darauf abziele, die Wahlen und Russland selbst zu diskreditieren. Jabloko wies die Vorwürfe als verleumderisch zurück und kündigte eine Gegenklage an, um den eigenen Ruf zu schützen. Jabloko ist die einzige Partei im Land, die sich offen gegen den Krieg in der Ukraine stellt. Es wird erwartet, dass die dominierende und Präsident Wladimir Putin unterstützende Partei Einiges Russland die Wahlen klar gewinnen wird. Moskau greift ukrainische Frachter anRussland hat in dieser Woche 34 Schiffe angegriffen, die nach seiner Darstellung vom ukrainischen Militär genutzt wurden. Zuvor hatte das Verteidigungsministerium in Moskau mitgeteilt, dass es drei Schiffe im Schwarzen Meer getroffen habe. Die russischen Streitkräfte greifen verstärkt Frachter an, die nach Darstellung Russlands militärische Güter in die Ukraine bringen. Unabhängig überprüfen lassen sich solche Angaben nicht. Ukrainer vertrauen Saluschnyj am meistenDer frühere ukrainische Armeechef Walerij Saluschnyj ist in einer Umfrage zum vertrauenswürdigsten Politiker seines Landes gekürt worden. Auf den Plätzen unmittelbar dahinter landeten der erst vor kurzem entlassene Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow sowie der Kommandeur der ukrainischen Drohnen-Streitkräfte, Robert Browdy. Präsident Wolodymyr Selenskyj landete in der Umfrage des sozialen Umfrageinstituts „Sozis“ nur auf dem sechsten Rang, noch hinter dem neuen Armeechef Mychajlo Drapatyj und dem Leiter seiner Präsidialkanzlei, Kyryllo Budanow.Die repräsentative Umfrage unter 2.000 Ukrainern wurde nach Angaben von „Sozis“ zwischen dem 28. Juli und 2. August durchgeführt. Neben einer Reihe von Fragen zu möglichen Favoriten bei eventuellen Wahlen lautete die wichtigste Frage: „Inwieweit vertrauen sie den folgenden politischen Führern?“ Dabei schnitt Saluschnyj, inzwischen Botschafter in London, mit 27,8 Prozent „voll und ganz“ und 37,1 Prozent „eher ja“ am besten ab, ganz knapp vor Fedorow. Selenskyj konnte 18 Prozent der Befragten mit vollem Vertrauen hinter sich sehen, ein „eher ja“ erhielt der Präsident von 24,5 Prozent. Wenig Vertrauen in ihn hatten 17 Prozent, während 37 Prozent angaben, überhaupt kein Vertrauen in ihren Staatschef zu haben. Mehr ladenTickarooLive Blog Software
Ukraine-Liveticker: Drei Jahre altes Kind bei Angriff auf Ukraine getötet | FAZ
Drei Tote nach russischen Angriffen auf Kiew mit sechs ballistischen Raketen +++ US-Senat stimmt Sanktionsgesetz gegen Russland zu +++ Fußballstadion in Odessa bei Drohnenangriff beschädigt +++ alle Neuigkeiten im Liveblog












